08 June 2026, 10:01

100.000-Euro-Strafe für Meta wegen ignorierter Löschanordnung gegen falsche Soldaten-Vorwürfe

Strafe von 100.000 Euro

100.000-Euro-Strafe für Meta wegen ignorierter Löschanordnung gegen falsche Soldaten-Vorwürfe

Ein deutsches Gericht hat Meta zu einer Strafe von 100.000 Euro verurteilt, weil das Unternehmen falsche Behauptungen über einen im Gazastreifen eingesetzten Soldaten nicht gelöscht hatte. Die Beiträge waren auf Facebook erschienen, und das Unternehmen zögerte deren Entfernung trotz einer gerichtlichen Anordnung hinaus.

Das Landgericht Frankfurt am Main urteilte, Meta habe systematische Nachlässigkeit gezeigt und rechtliche Abmahnungen ignoriert. Der Fall begann, als auf Facebook falsche Vorwürfe gegen den Soldaten veröffentlicht wurden. Der Soldat leitete daraufhin rechtliche Schritte über die Pressestrafkammer des Landgerichts Frankfurt ein. Das Gericht ordnete an, die Beiträge umgehend zu löschen, und drohte bei Nichteinhaltung mit Strafen.

Meta handelte jedoch nicht zügig. Die Beiträge blieben 15 bis 17 Tage nach der Löschanweisung online und wurden erst am 8. und 10. April 2026 entfernt. Der Soldat beantragte daraufhin ein Ordnungsgeld mit der Begründung, Meta habe die Gerichtsentscheidung missachtet.

In seinem Urteil vom 28. Mai 2026 bezeichnete das Gericht die Verzögerung durch Meta als besonders schwerwiegend. Die falschen Anschuldigungen seien gravierend gewesen, und die Untätigkeit des Unternehmens habe den Schaden noch verschlimmert. Die Richter kamen zu dem Schluss, dass eine erhebliche Strafe gerechtfertigt sei, da Meta wiederholt gegen gerichtliche Anordnungen verstoßen habe.

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Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Meta hat zwei Wochen Zeit, um sofortige Beschwerde gegen das Urteil einzulegen. Die Strafe von 100.000 Euro folgt auf Metas Versäumnis, schädliche Inhalte rechtzeitig zu entfernen. Das Urteil unterstreicht die Konsequenzen, die mit der Missachtung gerichtlicher Löschanordnungen verbunden sind. Das Unternehmen steht nun vor der Wahl, entweder die Strafe zu zahlen oder innerhalb der gesetzten Frist Berufung einzulegen.

Quelle