20 Jahre Radikal Jung: Münchner Festival feiert radikale Kreativität und junge Regisseure
Finn Klein20 Jahre Radikal Jung: Münchner Festival feiert radikale Kreativität und junge Regisseure
Das Münchner Volkstheater veranstaltet die 20. Ausgabe von Radikal Jung
Das Festival Radikal Jung, das junge Regisseure und mutige Inszenierungen in den Mittelpunkt stellt, feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. Das Programm umfasst zwölf Produktionen, die Theater, Tanz und interaktive Erlebnisse verbinden. Ein Höhepunkt ist die Eröffnung mit einer feministischen Neuinterpretation von Antigone.
Den Auftakt macht die Inszenierung von Antigone durch den georgischen Regisseur Mikheil Charkviani. Seine Version verknüpft den antiken Mythos mit modernen Konflikten und deutet den Widerstand der Protagonistin als feministischen Akt. Gleichzeitig zieht die Produktion Parallelen zu aktuellen politischen Protesten und autoritären Regimen.
Ein weiteres Glanzlicht ist Unrest, ein interaktives Stück des Tanz-Theater-Kollektivs Group Crisis. Inspiriert von der mittelalterlichen Tanzwut verwandelt die Arbeit die Zuschauer in Teilnehmende eines sozialen Experiments. Das Publikum – etwa im Berliner Maxim-Gorki-Theater oder im Münchner Volkstheater – wird direkt in die Aufführung einbezogen.
Radikal Jung steht seit jeher für die Überwindung künstlerischer Isolation. Die diesjährige Ausgabe setzt diese Tradition fort, indem sie Kollaboration und Experimentierfreude fördert. Das Festival bleibt seinem Markenzeichen treu: die Unterstützung junger Talente und ungewöhnlicher Formate.
Mit zwölf vielseitigen Produktionen, die in Form und Inhalt Grenzen sprengen, präsentiert sich die 20. Ausgabe von Radikal Jung als Fest radikaler Kreativität. Von Charkvianis politisch aufgeladener Antigone bis hin zum immersiven Unrest unterstreicht das Festival seinen Ruf als Schauplatz avantgardistischer Kunst. In den kommenden Wochen wird das Programm im Münchner Volkstheater und an Partnerbühnen zu erleben sein.






