30 April 2026, 00:06

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Boykottaufruf gegen Berliner Gaffel Haus

Alte deutsche Zeitung "Berliner Wespen" vom 21. Februar 1873 mit einer Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Tracht, die sich unterhalten, und deutscher Text, der das Ereignis beschreibt.

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Boykottaufruf gegen Berliner Gaffel Haus

Drei Politiker der AfD (Alternative für Deutschland) wurden vergangenes Wochenende aus einer Berliner Kneipe verwiesen. Wie die Bild am Mittwoch berichtete, betraf der Vorfall Maximilian Krah, Steffen Janich und Philipp-Anders Rau. Mitarbeiter des Gaffel Haus forderten sie auf, das Lokal zu verlassen, nachdem ihre Parteizugehörigkeit bekannt geworden war.

Die Auseinandersetzung ereignete sich am 14. April. Zunächst wurden nur Krah und Rau aufgefordert, die Gaststätte zu verlassen. Als Janich die Entscheidung hinterfragte, wurde auch er des Lokals verwiesen.

Für Krah ist dies nicht der erste Ausschluss wegen seiner AfD-Mitgliedschaft. 2023 zog die Leipziger Buchmesse ihre Einladung zurück, seinen Roman Die Reise nach Europa zu präsentieren – mit Verweis auf Sicherheitsbedenken. Anfang dieses Jahres beendete die Friedrich Pustet Druckerei in Regensburg die Zusammenarbeit mit dem Castrum Verlag, nachdem bekannt geworden war, dass der Verlag ein Buch Krahs veröffentlichen wollte – erneut aufgrund seiner Parteizugehörigkeit.

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Nach dem Kneipen-Vorfall rief Krah seine Anhänger zum Boykott des Gaffel Haus auf. Er argumentierte, Kunden könnten durch ihre Konsumentscheidungen Einfluss auf das Geschäft nehmen.

Der Rauswurf aus dem Gaffel Haus reiht sich in eine Serie öffentlicher Ablehnungen von AfD-Mitgliedern ein. Krahs Boykottaufruf unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen der Partei und bestimmten Institutionen. Der Vorfall spiegelt die größeren Debatten über politische Zugehörigkeit und den Zugang zu öffentlichen Räumen wider.

Quelle