Aktivist:innen legen Hakenkreuz aus Gemüse vor AfD-Veranstaltung in Heidenheim
Mila MüllerAktivist:innen legen Hakenkreuz aus Gemüse vor AfD-Veranstaltung in Heidenheim
Eine Gruppe linksgerichteter Aktivist:innen hat am Sonntag eine Frühstücksveranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) in Heidenheim gestört. Mit veganem Hackfleisch, Zwiebeln und Gurken legten sie vor dem Hotel ein Hakenkreuz auf den Boden. Die Aktion wurde später von Aktivist:innen des Zentrums für Politische Schönheit für sich reklamiert.
Die etwa 1,2 Kilogramm schwere Installation zeigte ein Hakenkreuz, umgeben von den Worten „Hütet euch vor der NSAFD“. Obwohl das Symbol in Deutschland normalerweise verboten ist, argumentierten die Aktivist:innen, es handele sich um eine politische Kritik. Die verantwortliche Organisatorin bezeichnete die Aktion als „künstlerischen Eingriff“, der eine Debatte anregen solle.
Nach der Installation berichteten einige Teilnehmer:innen von Drohungen durch AfD-Politiker:innen. Emil Sänze, Landesvorsitzender der Partei, verurteilte die Aktion als „Schande“ und schlug den Protestierenden vor, sie sollten „lieber einer Arbeit nachgehen“, statt Demonstrationen zu veranstalten.
Die Polizei bestätigte den Vorfall und prüft nun, ob gegen Gesetze verstoßen wurde. Das Zentrum für Politische Schönheit ist für spektakuläre Proteste bekannt – so unterbrach es 2023 etwa ein ARD-Interview mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel.
Die Aktion lenkt die Aufmerksamkeit auf die Spannungen zwischen linksgerichteten Aktivist:innen und der AfD. Die Behörden müssen nun klären, ob die Darstellung gegen deutsche Gesetze zu verbotenen Symbolen verstößt. Unterdessen setzt das Zentrum für Politische Schönheit seine Reihe provokanter, medienwirksamer Aktionen fort.






