Aschaffenburgs historische OB-Wahl: CSU bricht 52-jährige SPD-Ära
Aschaffenburg wählt nach über 50 Jahren erstmals neuen Oberbürgermeister
Markus Schlemmer von der Christlich-Sozialen Union (CSU) hat sich in der Stichwahl gegen Amtsinhaber Jürgen Herzing (SPD) durchgesetzt. Damit endet eine ununterbrochene Regierungszeit der Sozialdemokraten in der Stadt seit 1970.
Die Wahl folgte auf eine erste Runde am 8. März, in der keiner der beiden Kandidaten eine absolute Mehrheit erreichte. Schlemmer führte mit 41,1 Prozent der Stimmen, während Herzing auf 38,2 Prozent kam. Da kein klarer Sieger feststand, wurde für den 22. März eine Stichwahl angesetzt.
Von den knapp 54.000 Wahlberechtigten in der 73.000-Einwohner-Stadt beteiligten sich 47,5 Prozent. In der entscheidenden zweiten Runde sicherte sich Schlemmer 56,3 Prozent der gültigen Stimmen, Herzing erhielt 43,7 Prozent. Der Sieg beendet die jahrzehntelange SPD-Führung im Rathaus, die seit 1970 ununterbrochen den Oberbürgermeister stellte.
Herzing, der das Amt 2020 übernommen hatte, wird es nun abgeben. Schlemmer tritt sein Amt am 1. Mai an und wird damit der erste CSU-Oberbürgermeister Aschaffenburgs seit Jahrzehnten.
Mit der Wahl endet eine lange Ära sozialdemokratischer Prägung in Aschaffenburg. Schlemmers Sieg leitet eine politische Wende für die Stadt ein. Seine Amtszeit als Oberbürgermeister beginnt offiziell im nächsten Monat.






