Balkon-Streit in Peiting: Bauausschuss uneinig über Erweiterung am Hauptplatz
Mila MüllerBalkon-Streit in Peiting: Bauausschuss uneinig über Erweiterung am Hauptplatz
Ein Plan, Balkone an einem gemischt genutzten Gebäude am Hauptplatz von Peiting anzubauen, spaltet den örtlichen Bauausschuss. Die geplante Erweiterung betrifft die beiden obersten Stockwerke der Westfassade und sieht vor, dass die neuen Balkone 1,45 Meter über die Grundstücksgrenze hinausragen. Während einige Mitglieder die Änderungen befürworteten, äußerten andere Bedenken hinsichtlich der Parkplatzsituation und der Gestaltung.
Das Vorhaben wurde als geringfügige Modifikation eingestuft, was bedeutet, dass eine Genehmigung dennoch möglich ist. Andreas Barnsteiner von der BVP argumentierte, die Balkone würden sich harmonisch in das bestehende Erscheinungsbild des Gebäudes einfügen. Doch nicht alle waren von der Ästhetik überzeugt – Michael Deibler (CSU) bezeichnete das Design als "kaum akzeptabel".
Ein weiterer Streitpunkt war die Parkplatzfrage. Stadtrat Norbert Merk (CSU) warnte, die neuen Wohnungen würden die ohnehin knappen Stellflächen zusätzlich belasten. Bürgermeister Peter Ostenrieder räumte das Problem ein, wies jedoch darauf hin, dass der Eigentümer die geltenden Vorschriften einhalte.
In früheren Diskussionen war auch über Balkone an der straßenseitigen Fassade nachgedacht worden. Doch Christian Hack, Leiter des Bauamts, bestätigte, dass diese Variante aufgrund des kommunalen Eigentums an diesem Bereich verworfen wurde. Letztlich enthielt sich nur Merk als einziges Ausschussmitglied der Zustimmung.
Der Antrag bleibt weiterhin in Prüfung, wobei die Mehrheit der Mitglieder trotz der Einwände einer Genehmigung zustimmt. Falls der Plan durchgeht, werden die Balkone von der Westseite des Gebäudes abstehen und den oberen Stockwerken privaten Außenraum hinzufügen. Die Entscheidung hängt nun davon ab, Gestaltung, Parkplatzsorgen und bestehende Regelungen in Einklang zu bringen.






