Bayern fördert mit NextGen4Bavaria digitale Gründer – doch der Bund fehlt
Greta SchulzBayern fördert mit NextGen4Bavaria digitale Gründer – doch der Bund fehlt
Bayern startet Initiative zur Förderung der digitalen Transformation junger Unternehmer
Mit dem Programm NextGen4Bavaria will der Freistaat die digitale Zukunft kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in der Region sichern. Beamte warnen jedoch, dass wichtige Digitalprojekte ohne stärkere Unterstützung des Bundes ins Stocken geraten könnten.
Die Initiative wurde am 19. März 2022 vorgestellt, unter anderem mit Digitalministerin Judith Gerlach, Steffi Czerny und Christian Mohr. Gerlach betonte, NextGen4Bavaria solle jungen Unternehmensgründern helfen, ihre Betriebe am Laufen zu halten und sich gleichzeitig auf langfristige Herausforderungen vorzubereiten.
Gleichzeitig übt die Ministerin Kritik an der Digitalförderung der Bundesregierung: Versprochene Mittel seien bis heute nicht geflossen. Zudem fehle in der Ampel-Koalition ein eigenes Digitalministerium auf Bundesebene. Ohne diese Struktur, so Gerlach, drohten zentrale Vorhaben wie Gaia-X oder die Förderung von Open-Source-Entwicklungen aufgrund fehlender Ressourcen gescheitert zu werden.
Bis 2026 sollen rund 35.000 Unternehmensnachfolgen in Bayern im Rahmen des Programms begleitet werden – mit einem klaren Fokus auf Digitalisierung. Gerlach unterstrich, dass Investitionen in zukunftsweisende Technologien entscheidend für die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit seien. Der starke Mittelstand des Landes solle dabei eine Schlüsselrolle bei der Innovationsförderung übernehmen.
NextGen4Bavaria bietet gezielte Unterstützung für junge Unternehmer, die sich im digitalen Wandel behaupten müssen. Die Initiative kommt zu einer Zeit, in der wachsende Sorgen über Kürzungen im Bundeshaushalt die digitale Entwicklung gefährden. Mit 35.000 begünstigten Betrieben zielt das Programm darauf ab, Bayern als Standort für Innovation und wirtschaftliche Stabilität zu festigen.






