Bayern und Kasachstan stärken wirtschaftliche Partnerschaft mit Milliardenhandel
Mila MüllerBayern und Kasachstan stärken wirtschaftliche Partnerschaft mit Milliardenhandel
Eine kasachische Delegation unter der Leitung des Ersten Stellvertretenden Ministerpräsidenten Roman Sklyar hat kürzlich München besucht, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu Bayern zu vertiefen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Handel, Investitionen und die künftige Zusammenarbeit zwischen den beiden Regionen.
Bayern, mit einem Bruttoinlandsprodukt von knapp 800 Milliarden US-Dollar, zählt zu den 22 größten Volkswirtschaften der Welt. Kasachstan bleibt dabei der wichtigste Handelspartner des Freistaats in der GUS und in Zentralasien – der bilaterale Handel erreichte 2024 ein Volumen von 4,7 Milliarden Euro und macht damit fast die Hälfte des gesamten kasachisch-deutschen Handels aus.
Während des Besuchs führte Sklyar Gespräche mit Bayerns stellvertretendem Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger. Beide Seiten erörterten Möglichkeiten, die wirtschaftlichen Beziehungen weiter auszubauen, und betonten die starke Komplementarität ihrer Volkswirtschaften. Aiwanger kündigte zudem Pläne für eine direkte Flugverbindung zwischen Schymkent und München an, die die geschäftlichen Kontakte zusätzlich stärken könnte.
Ein Runden Tisch zum Thema "Kasachisch-Bayerischer Wirtschaftsdialog" fand mit rund 70 Vertretern bayerischer Unternehmen statt. Zwar wurden keine genauen Zahlen zu in Kasachstan tätigen bayerischen Firmen genannt, doch wurde das bayerische Chemieunternehmen Wacker Chemie als Zulieferer für die Region über Zwischenhändler erwähnt – insbesondere für die Märkte in Russland und Belarus.
Sklyar traf sich außerdem mit Eric Beißwenger, Bayerns Staatsminister für Europaangelegenheiten und internationale Beziehungen. Beißwenger bekräftigte das Interesse Bayerns, nicht nur die wirtschaftlichen, sondern auch die humanitären Beziehungen zu Kasachstan auszuweiten.
Aktuell liegt Kasachstan auf Platz 15 der wichtigsten Importpartner Bayerns und übertrifft damit mehrere größere Volkswirtschaften. Die Gespräche zeigten eine gemeinsame Entschlossenheit, das Handelsvolumen weiter zu steigern und neue Chancen in Bereichen wie Chemie, Logistik und Technologie zu erschließen.
Der Besuch unterstrich die Bedeutung Kasachstans als zentraler Handelspartner Bayerns in Zentralasien. Mit einem bilateralen Handelsvolumen von 4,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr wollen beide Seiten diesen Schwung durch Direktflüge, Wirtschaftsgespräche und eine intensivierte Regierungszusammenarbeit nutzen. In den kommenden Monaten werden weitere Schritte erwartet.






