Bayerns größtes Windkraftprojekt startet ohne Widerstand und mit voller Rückendeckung
Greta SchulzBayerns größtes Windkraftprojekt startet ohne Widerstand und mit voller Rückendeckung
Sechs bayerische Gemeinden treiben das größte Windkraftprojekt des Bundeslandes voran – ein seltenes Vorhaben ohne öffentlichen Widerstand. Das Projekt sieht bis zu 18 Windräder vor und soll ab 2027 jährlich 192 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Lokale Politiker und Unternehmen unterstützen die Initiative einheitlich, angetrieben von Energieknappheit und Klimasorgen.
Den Anstoß gab der russische Angriff auf die Ukraine, der die Verwundbarkeit der deutschen Energieversorgung offenlegte. Steigende Kosten und spürbare Klimafolgen brachten die finanziell angespannten Gemeinden zum Handeln. Gemeinsam mit dem regionalen Versorger Überlandwerk Rhön sicherten sie sich die einstimmige Zustimmung aller 90 Gemeinderäte.
Auch lokale Investoren wie ein Golfplatzbetreiber und eine Klosterstiftung beteiligen sich. Jede Turbine kostet rund 10 Millionen Euro. Neben Windkraft genehmigten die Gemeinden zudem zwei Standorte für grünen Wasserstoff, die mit vorläufiger Landesförderung finanziert werden.
Bayern strebt bis 2030 den Bau von 1.000 weiteren Windrädern an. Die Gemeinden planen zudem großflächige Solaranlagen, um ihr Erneuerbare-Energien-Portfolio auszubauen.
Der Bau des Windparks markiert einen wichtigen Schritt in Bayerns Energiewende. Ohne Proteste und mit voller politischer Rückendeckung setzt das Projekt Maßstäbe für kommunalen Klimaschutz. Die Region rückt damit ihren Zielen für 2030 näher – durch die Kombination von Wind-, Solar- und Wasserstoffinvestitionen.






