04 May 2026, 04:02

Betrugsrecht.de: Hilfsplattform für Betrugsopfer könnte selbst betrügerisch sein

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen zeigt, die Familien monatlich Hunderte von Dollar kosten können.

Betrugsrecht.de: Hilfsplattform für Betrugsopfer könnte selbst betrügerisch sein

Betrugsrecht.de: Eine angebliche Hilfsplattform für Betrugsopfer könnte selbst ein Betrug sein

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Die Website betrugsrecht.de gibt vor, Opfern von Finanzbetrug zu helfen, ihr verlorenes Geld zurückzuholen. Sie wirbt mit Unterstützung bei Anlagebetrug, Krypto-Scam, Romance-Scams und anderen Betrugsformen. Doch Ermittlungen deuten darauf hin, dass es sich bei dem Angebot selbst um einen Betrug handeln könnte.

Die Plattform bietet eine kostenlose Fallprüfung, die Rückverfolgung von Geldern und rechtliche Schritte an – angeblich erst nach Erfolg gegen Provision. Zielgruppe sind Opfer von Anlagebetrug, Krypto-Betrug, Liebesbetrug, Bankbetrug, Online-Shopping-Betrug und Unternehmensbetrug. Allerdings findet sich der angebliche Gründer, Dr. Thomas Weber, nicht im offiziellen deutschen Anwaltsregister – und das unter der angegebenen Adresse.

An besagter Adresse sind zwar mehrere Unternehmen gemeldet, doch keine Kanzlei namens betrugsrecht.de. Zudem sind die Mitarbeiterfotos auf der Website KI-generiert, was weitere Zweifel aufkommen lässt. Die Domain wurde im Dezember 2025 verlängert, wobei die Eigentümerdaten vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

Betroffene berichten, sie seien aufgefordert worden, bei Kraken ein neues Krypto-Konto zu eröffnen und mindestens 0,1 Bitcoin (etwa 6.000 Euro) für eine angebliche Rückbuchung einzuzahlen. Sobald das Geld überwiesen ist, bricht der Kontakt ab – oder es werden weitere Gebühren verlangt, um die Verluste noch zu erhöhen.

Die Rückholung gestohlener Gelder im Krypto-Bereich ist ohnehin schon wegen rechtlicher und technischer Hürden schwierig. Dieser Fall fügt für hilfesuchende Opfer eine zusätzliche Risikoebene hinzu. Bislang haben die Behörden keine offiziellen Schritte gegen die Website bestätigt.

Quelle