05 May 2026, 00:07

Bundesweiter Apotheker-Streik am 23. März: Warum die Löhne jetzt explodieren sollen

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Bundesweiter Apotheker-Streik am 23. März: Warum die Löhne jetzt explodieren sollen

Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich auf einen bundesweiten Streik am 23. März vor. Sie werden ihre Apotheken schließen und zentrale Kundgebungen abhalten, um höhere Löhne zu fordern. Die Proteste richten sich gegen die gesetzlichen Krankenkassen und deren Tarifverhandlungen – nicht gegen die Regierung oder Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU).

Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, wird sich an den Aktionen beteiligen. Er kritisiert die aktuellen Gehaltsunterschiede und weist darauf hin, dass Apothekenmitarbeiter – darunter Helfer, Pharmazeutisch-technische Assistenten und Apotheker – weniger verdienen als Hausmeister bei der AOK. Fehske hinterfragte zudem, wie pauschale Mittel für Lohnerhöhungen einer „Gießkannenmethode“ ähneln, zumal AOK-Mitarbeiter eine Erhöhung um sieben Prozent fordern.

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Er schätzt, dass die Erfüllung dieser Forderung die Krankenkassen jährlich etwa eine Viertelmilliarde Euro kosten könnte. Fehske beantragte sogar beim GKV-Spitzenverband die Genehmigung, ein Foto von Stefanie Stoff-Ahnis, einer Schlüsselfigur, als Protestplakat zu nutzen. Der Verband lehnte seinen Antrag jedoch ab und ging nicht auf seine inhaltlichen Fragen ein.

Der GKV-Spitzenverband erklärte später, man beantworte keine Einzelanfragen, da die Pressestelle Medienanfragen priorisiere. Dennoch zeigen Fehskes Bedenken die wachsende Verärgerung unter Apothekern über stagnierende Löhne und ungerechte Gehaltsstrukturen auf.

Bei den anstehenden Protesten am 23. März werden Apotheken geschlossen und in mehreren Städten Kundgebungen stattfinden. Im Mittelpunkt steht die Forderung nach fairer Bezahlung für Apothekenbeschäftigte. Angesichts der eskalierenden Spannungen gibt es vorerst keine Anzeichen für eine baldige Lösung des Konflikts zwischen Apothekern und Krankenkassen.

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