Caritas-Verbände in Bayern fusionieren für stärkeres soziales Netzwerk
Mila MüllerCaritas-Verbände in Bayern fusionieren für stärkeres soziales Netzwerk
Zwei Caritas-Verbände in Bayern haben sich offiziell zusammengeschlossen, um ein größeres Netzwerk sozialer Dienstleistungen zu bilden. Durch die Fusion der Caritas-Verbände Fürth sowie Neustadt an der Aisch–Bad Windsheim entsteht der neue Caritasverband Fürth und Neustadt/Aisch. Beide Organisationen stimmten dem Beschluss in ihren Mitgliederversammlungen einstimmig und ohne Gegenstimmen zu.
Der neu gegründete Verband wird rund 15.000 Patientinnen und Patienten, Klientinnen und Klienten sowie Ratsuchende betreuen. Mit über 300 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie fast 500 Ehrenamtlichen kann das Angebot erweitert werden. Dazu zählen unter anderem Obdachlosenhilfe, Quartiersmanagement, die Koordination von Freiwilligenarbeit sowie Betreuungs- und Vormundschaftsprogramme.
Die Führung des Verbandes geht damit von ehrenamtlichen Kräften in professionelle Hände über. Andreas Schilling und Michael Bischoff übernehmen die Leitung der Organisation und lösen die langjährigen ehrenamtlichen Vorsitzenden ab. Für ihr Engagement wurden unter anderem Sabine Herderich, Hans Fäßler und Lothar Baumueller geehrt.
Ein neuer Aufsichtsrat wurde berufen, um den fusionierten Verband zu begleiten. Ihm gehören Andre Deraëd, Klaus Gimperlein, Bettina von Grafenstein, Sabine Herderich, Bernhard Metzger, Ruth Papouschek und Gabriele Syben an. Lothar Baumueller und Michael Reeg waren zuvor bereits vom Diözesan-Caritasverband Bamberg in den Aufsichtsrat entsandt worden.
Ziel der Fusion ist es, die soziale Unterstützung in ländlichen und städtischen Regionen zu stärken. Ein Netz aus Beratungsstellen und Hilfsangeboten wird künftig unter dem Dach des neuen Verbandes agieren. Durch den Zusammenschluss steht nun eine größere Belegschaft und eine breitere Infrastruktur zur Verfügung. Die Dienstleistungen decken ein erweitertes Einzugsgebiet ab, sodass mehr Menschen Zugang zu sozialer Beratung und Hilfe erhalten. Gleichzeitig markiert der Wandel das Ende der ehrenamtlichen Führung zugunsten eines professionellen Managementteams.






