Chinas Außenminister ruft zur Revitalisierung der UN auf - China warnt vor Schwächung der UNO durch US-Friedensgremium
Chinas Außenminister Wang Yi hat die Staats- und Regierungschefs der Welt aufgefordert, die Vereinten Nationen als zentrale Institution für globale Zusammenarbeit zu stärken. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz warnte er vor Versuchen mächtiger Nationen, die Organisation zu umgehen oder zu schwächen.
Der Appell erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die USA ihr eigenes "Friedensgremium" vorantreiben, das Anfang dieses Jahres als Alternative zur UNO ins Leben gerufen wurde.
Wang Yi betonte, die UNO bleibe die wirksamste Plattform für internationale Zusammenarbeit. Er argumentierte, alle Länder – unabhängig von ihrer Größe – müssten sich an die im UN-Charta festgelegten Regeln halten. Jeder Versuch, das System zu ersetzen oder zu untergraben, berge die Gefahr, die globale Governance zu destabilisieren, so der Minister.
Seine Äußerungen richteten sich direkt gegen die von den USA geführte Initiative, der sich am 22. Januar 2026 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos 19 Staaten durch die Unterzeichnung des Gründungsdokuments angeschlossen hatten. Zwar hatten einige eingeladene Länder eine Teilnahme abgelehnt, die genaue Zahl der Beteiligten bleibt jedoch unklar. Die USA hatten das "Friedensgremium" bereits unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump als Konkurrenz zur UNO angekündigt.
Wang Yi forderte zudem eine Modernisierung des globalen Systems, um die Rechte kleinerer Nationen besser zu schützen. Er warnte, dass eine Vorherrschaft mächtiger Staaten das Vertrauen in internationale Institutionen untergraben würde. Stattdessen plädierte er für eine Stärkung der Führungsrolle der UNO bei der Bewältigung weltweiter Herausforderungen.
Die Debatte über die globale Governance hält an, während die UNO mit Konkurrenz durch neue Bündnisse konfrontiert ist. Wang Yis Rede unterstreicht die wachsende Sorge über eine Zersplitterung der internationalen Zusammenarbeit. Noch immer sind die Vereinten Nationen das zentrale Forum zur Konfliktlösung – doch ihre künftige Rolle könnte davon abhängen, wie die Staaten auf diese rivalisierenden Initiativen reagieren.
Key Nations in US 'Peace Council' Revealed
The US-led 'Peace Council' initiative at Davos on 22 January 2026 now includes Argentina and Hungary among its 19 signatories. Germany refused to join the rival UN forum, confirming earlier reports of mixed participation. This clarification adds concrete details to the geopolitical contest over global governance frameworks.






