17 March 2026, 00:01

Deutsche Bahn droht mit Streichung von Zugverbindungen in ganz Bayern

Schwarz-weiß-Foto einer Schienenstrecke, die zu einer zerfallenden Brücke mit gebrochenen Geländern und Schutt führt, umgeben von Gebäuden unter einem klaren Himmel.

Marode Bahn: Zugstreichungen in der Diskussion - Deutsche Bahn droht mit Streichung von Zugverbindungen in ganz Bayern

Deutsche Bahn könnte wegen maroder Gleise Zugverbindungen in ganz Bayern streichen

Die mögliche Streichung von Verbindungen folgt auf Warnungen vor jahrelanger vernachlässigter Instandhaltung. Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) hat bereits Pläne für eine großflächige Sperrung im Jahr 2028 abgelehnt.

Die Krise wurde nach einem vertraulichen Gespräch zwischen Bahnchefin Evelyn Palla und dem CSU-Verkehrsexperten Jürgen Baumgärtner bekannt. Baumgärtner enthüllte, dass über Streichungen diskutiert werde, da das Schienennetz in einem desolaten Zustand sei. Größere Sanierungsprojekte – etwa auf den Strecken München–Buchloe und Nürnberg–Regensburg – begannen erst Anfang 2026, obwohl die Verschlechterung schon lange absehbar war.

Bernreiter blockierte zwar einen Vorschlag, die Strecke München–Rosenheim monatelang im Jahr 2028 komplett zu sperren. Einen klaren Plan, wie sich weitere Ausfälle verhindern oder ihre Folgen abmildern ließen, hat er jedoch nicht. Palla warnte, dass eine vollständige Erneuerung der Infrastruktur mindestens ein weiteres Jahrzehnt dauern werde.

Die Grünen fordern die Landesregierung auf, die Bahnmittel sofort aufzustocken. Die Deutsche Bahn will noch diese oder Anfang nächster Woche eine offizielle Stellungnahme zu möglichen Streichungen veröffentlichen.

Für Fahrgäste in Bayern bleibt die Zukunft ungewiss: Selbst mit höheren Investitionen werden die Infrastrukturprobleme des Freistaats noch Jahre anhalten. Eine endgültige Entscheidung über Ausmaß und Umfang der Streichungen steht noch aus.

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