Deutschlands Abschied von Atomkraft – und was jetzt kommt
Deutschland hat sein letztes Kernkraftwerk abgeschaltet und konzentriert sich nun darauf, die Energieerzeugung aus Kohle durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Im April 2023 beendete das Land die Stromerzeugung aus Atomkraft – eine Entscheidung, die bereits vor über einem Jahrzehnt gefallen war. Gleichzeitig plant Deutschland, bis 2038 schrittweise aus der Kohleverstromung auszusteigen und stattdessen auf Wind- und Solarenergie zu setzen.
Der Ausstieg aus der Kernenergie begann 2011 als Reaktion auf die Katastrophe von Fukushima. Damals beschloss die Koalition aus CDU/CSU und FDP, alle Atomkraftwerke stillzulegen. Noch 2010 hatten diese Anlagen gemeinsam mit den Kohlekraftwerken mehr als die Hälfte des deutschen Stroms erzeugt.
Der letzte Reaktor, Isar 2, wurde am 15. April 2023 vom Netz genommen. Seitdem sind Stilllegungstrupps damit beschäftigt, radioaktives Material abzutransportieren und die alten Anlagen zurückzubauen. Der Prozess ist langwierig – manche Kraftwerke wie Unterweser werden erst 2031 vollständig geräumt sein. Ziel ist es, an den Standorten der ehemaligen Meiler eine "grüne Wiese" zurückzulassen.
Auch die Kohle soll schrittweise verschwinden, und zwar bis spätestens 2038. Braunkohle, eine besonders umweltschädliche Kohleart, wird noch im Tagebau abgebaut. CDU/CSU und SPD einigten sich 2020 darauf, die Kohleverstromung durch erneuerbare Energien zu ersetzen, darunter Onshore- und Offshore-Windkraft sowie Solarenergie.
Mit der Energiewende werden in Deutschland Atom- und Kohlekraftwerke nach und nach der Vergangenheit angehören. Bis 2038 sollen Solar- und Windenergie ihre Rolle übernehmen. Die Stilllegung der alten Standorte wird noch Jahre andauern, einige Projekte sogar bis ins nächste Jahrzehnt.






