DLR testet Forschungsflugzeug "UpLift" für klimaresistente Luftfahrt der Zukunft
Mila MüllerDLR testet Forschungsflugzeug "UpLift" für klimaresistente Luftfahrt der Zukunft
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat die Bodenschwingungsversuche an seinem modifizierten Forschungsflugzeug D328 "UpLift" erfolgreich abgeschlossen. Die zweiwöchigen Tests fanden in einer Halle am Standort Oberpfaffenhofen von Deutsche Aircraft statt. Die Ingenieure sammelten dabei entscheidende Daten, um das Design des Flugzeugs weiter zu optimieren, bevor es als fliegendes Testlabor eingesetzt wird.
Während der Versuche wurden einzelne Komponenten wie Tragflächen, Rumpf und Steuerflächen mithilfe mechanischer Rüttler in Schwingung versetzt. Ein Netzwerk aus 237 Beschleunigungssensoren zeichnete auf, wie die Struktur reagierte. Die gewonnenen Daten halfen dem Team, die Eigenfrequenzen, Schwingungsmuster und Dämpfungseigenschaften des gesamten Flugzeugs zu ermitteln.
Die Ergebnisse beschleunigen die Umrüstung des Flugzeugs zu einer fliegenden Testplattform für klimaresistente Luftfahrttechnologien. Deutsche Aircraft, das für die Modifikationen im Auftrag des DLR verantwortlich ist, plant unter anderem die Integration innovativer Treibstofftanks unter den Flügelspitzen. Die validierten Sensordaten bestätigten zudem die Simulationsmodelle zum Schwingungsverhalten des Flugzeugs.
Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind, wird die D328 "UpLift" erste Flugtests am DLR-Standort Braunschweig durchlaufen. Die Forschungsflugabteilung unter der Leitung von Martin Gestwa wird sich dabei auf Aerodynamik, Aeroelastizität, Flugsteuerung und Führungssysteme konzentrieren.
Die Bodenschwingungsversuche liefern wesentliche Erkenntnisse für die nächste Projektphase. Das modifizierte Flugzeug soll zu einer zentralen Plattform für die Erprobung neuer Luftfahrttechnologien werden. Die anstehenden Flugtests in Braunschweig markieren den nächsten Schritt in seiner Entwicklung als Forschungsinstrument.






