DLR testet synthetisches Kerosin für klimafreundlichere Flugzeuge der Zukunft
Finn KleinDLR testet synthetisches Kerosin für klimafreundlichere Flugzeuge der Zukunft
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) testet synthetische Kraftstoffe in der Luftfahrt, um deren Umweltauswirkungen zu bewerten. Dazu kommt eine modifizierte Dornier 328-100 mit dem Namen D328 UpLift zum Einsatz, die im Rahmen der Forschung zu 100 Prozent mit synthetischem Kerosin fliegt. Ziel der Versuche ist es zu klären, ob diese Treibstoffe die Emissionen ähnlich wirksam senken können wie Biokraftstoffe.
Der D328 UpLift wird ausschließlich mit Fischer-Tropsch-Synthetischem Paraffinischem Kerosin (FT-SPK) betrieben, einem Kraftstoff, der durch die Fischer-Tropsch-Synthese hergestellt wird. Dieses aromatenfreie Kerosin stammt vom Hersteller Sasol, wird bisher jedoch noch nicht aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Die Testflüge starten vom Flughafen Oberpfaffenhofen, um Daten zu Emissionen und Leistung zu sammeln.
Ein zweites Flugzeug, eine Falcon 20E, dient während der Tests als fliegendes Labor. Es begleitet den D328 UpLift, um Rußpartikel, die Bildung von Eiskristallen und andere Umweltauswirkungen zu messen. Das DLR hofft nachzuweisen, dass synthetische Kraftstoffe klimaschädliche Partikel genauso stark reduzieren können wie Biotreibstoffe.
Über die aktuellen Tests hinaus forscht das DLR auch an Power-to-Liquid-Kraftstoffen. Diese fortschrittlichen Treibstoffe könnten langfristig die CO₂-Emissionen im Luftverkehr um bis zu 95 Prozent senken. Das Projekt ist Teil einer umfassenden Initiative, um das Fliegen nachhaltiger zu gestalten.
Die Ergebnisse dieser Testflüge werden zeigen, ob synthetisches Kerosin eine sauberere Alternative für die Luftfahrt werden kann. Bei Erfolg könnte die Technologie eine Schlüsselrolle dabei spielen, den CO₂-Fußabdruck der Branche zu verringern. Die Arbeit des DLR unterstützt zudem zukünftige Forschungen zur Herstellung erneuerbarer Kraftstoffe.






