DLRG Fürth warnt: Kinder in der Badesaison akut gefährdet
DLRG-Ortsgruppe Fürth warnt vor Gefahren für Kinder in der Badesaison
Die DLRG-Ortsgruppe Fürth schlägt Alarm: Die Sicherheit von Kindern während der Badesaison ist zunehmend gefährdet. Markus Mootz, Ausbildungsleiter der Rettungsschwimmer, appelliert an Eltern, die Baderegeln strikt einzuhalten und ihr Handy beiseitezulegen, wenn sie ihre Kinder beaufsichtigen. Seine Warnung kommt zu einer Zeit, in der der Schwimmunterricht an Schulen immer weiter zurückgeht – verursacht durch einen Mangel an qualifizierten Lehrkräften und größere Klassen.
Die Schwimmfähigkeiten von Kindern verschlechtern sich zusehends, was unter anderem auf den reduzierten Unterricht und veränderte Freizeitgewohnheiten zurückzuführen ist. Das Seepferdchen-Abzeichen, oft als wichtiger Meilenstein für die Wassersicherheit angesehen, bescheinigt lediglich, dass ein Kind eine kurze Strecke schwimmen kann – es garantiert jedoch keine echte Schwimmfähigkeit. Eltern sollten sich daher nicht auf Schwimmflügel oder die Aufsicht durch Rettungsschwimmer verlassen, sondern ihre Kinder jederzeit im Wasser beobachten.
Häufige Ursachen für Badeunfälle sind Selbstüberschätzung, Alkoholkonsum und der plötzliche Kontakt mit kaltem Wasser. Diese Risiken betreffen alle Altersgruppen, wobei Flüsse aufgrund unterschätzter Strömungen besonders tückisch sind. Ein aktueller Vorfall in Fürth hat diese Gefahr kürzlich verdeutlicht.
Um die Wassersicherheit zu fördern, bietet die DLRG Fürth zweimal jährlich Schwimmkurse für Kinder an. Jeder Kurs umfasst 15 Abende und richtet sich an etwa 42 bis 50 Teilnehmer. Zudem veranstaltet der Playmobil-FunPark in Zirndorf am 13. Juni 2026 einen Familien-Aktionstag mit interaktiven Stationen zur Wasserrettung und einer DLRG-Rallye.
Allein im Jahr 2025 ertranken bundesweit mindestens 393 Menschen bei Badeunfällen. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Todesfälle bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 11 und 30 Jahren. Die Behörden betonen: Nur durch aufmerksame Beaufsichtigung, verantwortungsvolles Verhalten und ein Bewusstsein für die Gefahren im Wasser lassen sich weitere Tragödien verhindern.






