05 May 2026, 06:02

Erzhausens Apotheken kämpfen ums Überleben – droht der Versorgungskollaps?

Außenansicht einer Apotheke namens "The Generics Pharmacy" mit umliegenden städtischen Elementen unter einem klaren blauen Himmel.

Erzhausens Apotheken kämpfen ums Überleben – droht der Versorgungskollaps?

Die Zukunft der Apotheken in Erzhausen steht auf dem Spiel – die Versorgung mit essenzieller medizinischer Grundversorgung gerät unter Druck. Dr. Nojan Nejatian, Inhaber der Heegbach-Apotheke, traf sich kürzlich mit Vertretern des Landkreises, um über die wachsende Sorge wegen Schließungen und deren Folgen für die Bevölkerung zu sprechen.

Ein plötzlicher Wegfall einer Apotheke in der Region hat bereits viele Anwohner ohne nahgelegene Versorgungsmöglichkeit zurückgelassen. Nejatian warnt, dass weitere Schließungen das lokale Gesundheitsnetz zum Kollabieren bringen könnten – besonders angesichts der alternden Bevölkerung. Er würdigt die langjährige politische Unterstützung, darunter die Bemühungen von Landrat Klaus Peter Schellhaas, die dazu beigetragen hätten, in Darmstadt-Dieburg eine stabile medizinische Infrastruktur aufzubauen. Schellhaas hatte zuvor zwei Medizinische Versorgungszentren (MVZ) gegründet, um die Versorgung zu verbessern.

Während des Treffens betonte Nejatian, wie unverzichtbar Apotheken für die öffentliche Gesundheit und den Alltag der Menschen sind. Christel Sprößler, SPD-Kandidatin für die Nachfolge Schellhaas’, versprach, dessen Kurs beizubehalten. Zudem schlug sie vor, Apotheken in neue MVZ zu integrieren, um ihre Zukunft zu sichern.

Die Diskussionen machten deutlich, wie entscheidend die lokale Gesundheitsversorgung angesichts des demografischen Wandels wird. Ohne verlässliche Apotheken vor Ort sehen sich insbesondere ältere Bürger mit größeren Hürden konfrontiert, wenn es um die Beschaffung von Medikamenten und medizinischem Rat geht.

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Das Gespräch endete mit einem gemeinsamen Bekenntnis zum Erhalt der Apotheken vor Ort. Sprößlers Plan, sie mit MVZ zu verknüpfen, könnte eine Lösung bieten – doch die Gefahr weiterer Schließungen bleibt bestehen. Fürs Erste beobachten Anwohner und Verantwortliche gespannt, wie sich das Gesundheitssystem der Region weiterentwickelt, das derzeit am Scheideweg steht.

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