FDA rügt Novo Nordisk wegen irreführender Ozempic-Werbung
Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat den Pharmakonzern Novo Nordisk wegen einer irreführenden Werbung für sein Diabetes-Medikament Ozempic abgemahnt. Die Aufsichtsbehörde wirft dem Unternehmen vor, in dem Spot fälschlich den Eindruck zu erwecken, das Präparat sei seinen Konkurrenten überlegen, und seine Vorteile zu stark zu vereinfachen. Es ist bereits die zweite Rüge für den Konzern innerhalb eines Monats.
Kritik übt die FDA an dem Werbespot mit dem Titel "Es gibt nur ein Ozempic", in dem der Wirkstoff Semaglutid beworben wird. Laut Behörde suggeriert der Clip irreführend, das Medikament verfüge über die breiteste FDA-Zulassung unter den Diabetes-Therapien. Diese Aussage sei jedoch nicht ausreichend belegt und könnte die tatsächlichen Vorteile des Arzneimittels verzerrt darstellen.
Zudem moniert die FDA, dass die erforderlichen Sicherheitshinweise im Spot nicht deutlich genug dargestellt wurden. Die Maßnahme ist Teil einer verschärften Kontrolle von Arzneimittelwerbung durch die Behörde, die auf eine Initiative des früheren US-Präsidenten Donald Trump zurückgeht.
Novo Nordisk hat die Rüge zur Kenntnis genommen und bereitet eine offizielle Stellungnahme vor. Das Unternehmen hat 15 Werktage Zeit, um auf die Bedenken der FDA zu reagieren. Die aktuelle Abmahnung folgt nur kurz auf eine ähnliche Warnung wegen des Abnehmmittels Wegovy – andere Pharmaunternehmen erhielten in den vergangenen zwölf Monaten keine vergleichbaren Vorhalte für Diabetes- oder Gewichtsverlust-Medikamente.
In ihrem Schreiben fordert die FDA Novo Nordisk auf, innerhalb der gesetzten Frist einen Plan für Korrekturmaßnahmen vorzulegen. Bei Nichteinhaltung drohen weitere regulatorische Konsequenzen. Der Fall unterstreicht die anhaltend strenge Überprüfung von Marketingpraktiken in der Pharmabranche der USA.






