29 March 2026, 10:03

Gedenken an Hanau: Film und Diskussion gegen Rassismus in Neuwied

Ein Plakat mit der Aufschrift "Der Tod von Wolfe", das eine Gruppe von besorgten Menschen in gedämpften Farben zeigt, einige schauen ängstlich nach oben und andere traurig nach unten.

Gedenken an Hanau: Film und Diskussion gegen Rassismus in Neuwied

Kostenlose Filmvorführung und Diskussion am Freitag, 20. März, im Big House Jugendzentrum Neuwied

Am Freitag, dem 20. März, findet im Big House Jugendzentrum Neuwied eine öffentliche Filmvorführung mit anschließender Diskussion statt. Beginn ist um 19:00 Uhr. Die Veranstaltung ist für alle offen und Teil der Internationalen Wochen gegen Rassismus. Organisiert wird sie vom Jugendzentrum selbst, dem Pastoralen Netzwerk Neuwied sowie den Schulsozialdiensten Neuwied.

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Gezeigt wird der Dokumentarfilm "Das deutsche Volk" unter der Regie von Marcin Wierzchowski. Im Mittelpunkt steht der rassistische Anschlag von Hanau am 19. Februar 2020, bei dem der rechtsextreme Attentäter Tobias Rathjen in drei Bars und einem Kiosk neun Menschen mit Migrationshintergrund ermordete. Später tötete er seine Mutter, bevor er sich selbst das Leben nahm.

Der Film begleitet Überlebende und Angehörige über vier Jahre hinweg – auf ihrem Weg durch Trauer, im Kampf um Gerechtigkeit und in ihrem Ringen darum, Gehör zu finden. Gleichzeitig wird untersucht, wie Behörden mit dem Verbrechen umgingen und welchen größeren Kampf die Betroffenen führen mussten, um gehört zu werden. Über die persönlichen Schicksale hinaus beleuchtet der Dokumentarfilm die Auswirkungen des Anschlags auf Familien, Freunde und die Stadt Hanau selbst.

Im Anschluss an die Vorführung haben die Zuschauer:innen die Möglichkeit, an einer Diskussion teilzunehmen, die von Christopher Hoffmann moderiert wird. Die Veranstaltung soll zum Nachdenken über rassistisch motivierte Gewalt in Deutschland anregen. Der Hanau-Anschlag wurde offiziell als terroristischer Akt mit fremdenfeindlichem Hintergrund eingestuft. Vier Tage später demonstrierten 10.000 Menschen in einer Solidaritätskundgebung.

Der Abend bietet insbesondere jungen Menschen und der breiten Öffentlichkeit einen Raum, um sich mit den Themen des Films auseinanderzusetzen. Der Eintritt ist frei, um eine möglichst große Teilhabe zu ermöglichen. Während der Dokumentarfilm die unmittelbaren Folgen des Anschlags aufarbeitet, wirft er auch grundsätzliche Fragen nach Gerechtigkeit und gesellschaftlichem Wandel auf.

Quelle