Gefährliche Staus in Mainz: Schulkinder kämpfen sich durch stehenden Verkehr
Mila MüllerGefährliche Staus in Mainz: Schulkinder kämpfen sich durch stehenden Verkehr
Staus im Mainzer Morgenverkehr sorgen bei Eltern und Schülern für wachsende Besorgnis
Der Berufsverkehr in Mainz entwickelt sich zunehmend zu einem Problem für Eltern und Schulkinder. Besonders entlang der Rheinstraße kommt es regelmäßig zu Staus, bei denen Autos auf Zebrastreifen zum Stehen kommen – mit gefährlichen Folgen für zu Fuß gehende Kinder. Die Situation hat Alarm ausgelöst, vor allem in der Nähe der Eisgrub-Grundschule, wo Schüler täglich zwischen stehenden Fahrzeugen hindurchlaufen müssen.
Baustellen und Sperrungen in der Innenstadt verschärfen die Verzögerungen zur Hauptverkehrszeit auf der Rheinschiene. Da sich der Verkehr nur langsam vorwärtsbewegt, halten viele Autofahrer auf den Überwegen an und versperren so Fußgängern den Weg. Besonders riskant ist die Lage für Kinder aus dem Lauterenviertel, die auf ihrem Schulweg diese Straßen überqueren müssen.
Christian Voigt, ein Vater aus der Nachbarschaft, begleitet morgens eine Gruppe von Kindern zur Eisgrub-Grundschule. Er hat beobachtet, dass abgelenkte Autofahrer im dichten Verkehr oft nicht mitbekommen, wenn junge Fußgänger hinter ihren Fahrzeugen vorbeilaufen. Auch Stadtbusse tragen zum Problem bei, indem sie auf Zebrastreifen halten und Kinder zwingen, sich zwischen den Fahrzeugen hindurchzuschlängeln.
Die Mainzer Polizei hat die Gefahrenstelle begutachtet und die Risiken bestätigt. Beamte stellten fest, dass Fußgänger – darunter viele Schulkinder – um stehende Autos herumlaufen müssen, um sicher die Straße zu überqueren. Zwar kontrollieren Streifen regelmäßig die Schulwege und achten auf die Einhaltung der Verkehrsregeln, doch der anhaltende Stau erschwert es den Fahrern, die Überwege rechtzeitig vor Ampelwechseln freizumachen.
Die Kombination aus Baustellenverzögerungen und Berufsverkehr sorgt weiterhin für unsichere Bedingungen für Schulkinder. Zwar hilft die Polizeipräsenz, die Lage zu entschärfen, doch solange Fahrzeuge die Fußgängerwege blockieren, bleibt das Risiko bestehen. Die Behörden prüfen nun weitere Maßnahmen, um die Sicherheit in dem Bereich zu verbessern.






