15 April 2026, 06:02

Geisterrad in Zwintschöna mahnt nach tödlichem Radunfall – ADFC fordert Schutzmaßnahmen

Eine Gruppe von Radfahrern fährt eine Straße entlang, während Zuschauer am Straßenrand stehen, einige tragen Helme, Schutzbrillen und Handschuhe, während andere Fahnen halten; Bäume, Gebäude, Schilder, Verkehrszeichen und ein Banner sind im Hintergrund zu sehen.

Geisterrad in Zwintschöna mahnt nach tödlichem Radunfall – ADFC fordert Schutzmaßnahmen

Geisterrad in Zwintschöna erinnert an tödlichen Unfall – ADFC fordert mehr Sicherheit

An der Friedrichsbad-Kreuzung in Zwintschöna ist ein Geisterrad aufgestellt worden – ein stummer Mahnmal an der Stelle, an der ein 64-jähriger Radfahrer bei einem Zusammenstoß mit einem Auto ums Leben kam. Die Gedenkstätte dient zugleich als Ehrung des Verstorbenen und als dringender Appell für besseren Radverkehrsschutz. Aktivisten fordern nun schnelle Maßnahmen, um weitere Tragödien zu verhindern.

Der Unfall ereignete sich am 20. Juni 2025, als der Radfahrer von einer 56-jährigen Autofahrerin auf der Landesstraße 167 erfasst wurde. Auf der Strecke gilt derzeit ein Tempolimit von bis zu 100 km/h – eine Geschwindigkeit, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) für eine gemeinsam genutzte Straße mit Radfahrern als inakzeptabel bezeichnet.

Der ADFC hat das Geisterrad – ein weltweit bekanntes Symbol für Verkehrssicherheit – als Mahnmal und Aufruf zum Handeln aufgestellt. Die Organisation wirft dem Landesbetrieb Straßenwesen und Verkehr (LSBB) vor, durch das Fehlen von Radwegen auf Landesstraßen vermeidbare Todesfälle in Kauf zu nehmen.

Zu ihren zentralen Forderungen gehört eine sofortige Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h an der Kreuzung Reideburger Straße / Am Friedrichsbad. Zudem verlangt der ADFC einen baulich getrennten Radweg entlang der Landesstraße 167, um Radfahrer physisch vom schnellen Autoverkehr zu trennen. Langfristig strebt die Initiative Vision Zero an: ein Verkehrssystem, in dem niemand mehr stirbt oder schwer verletzt wird.

Bis dahin bleibt das Geisterrad ein stiller Protest – eine Mahnung an Sachsen-Anhalt, die Sicherheit von Radfahrern endlich vor weitere Menschenleben zu stellen.

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Doch bisher bleiben die Forderungen des ADFC nach Tempolimits und geschützten Radspuren unerfüllt. Solange sich nichts ändert, müssen Radfahrer auf der Landesstraße 167 weiterhin die Fahrbahn mit schnell fahrenden Autos teilen. Das Geisterrad in Zwintschöna steht als sichtbares Warnsignal für die Gefahren – und als dringender Weckruf zum Handeln.

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