Generation Z denkt über Jobwechsel wegen zu niedriger Löhne nach – fast jeder Zweite ist bereit
Finn KleinGeneration Z denkt über Jobwechsel wegen zu niedriger Löhne nach – fast jeder Zweite ist bereit
Fast die Hälfte der Generation Z in Deutschland denkt darüber nach, ihren Job für höhere Löhne zu kündigen. Diese Altersgruppe, geboren zwischen 1997 und 2012, zeigt eine deutlich größere Bereitschaft zum Arbeitsplatzwechsel als ältere Kolleginnen und Kollegen. Zwar belastet viele die wirtschaftliche Unsicherheit, doch das Gehalt bleibt das entscheidende Thema für jüngere Beschäftigte, die einen Wechsel in Erwägung ziehen.
Bei der Jobmobilität liegt die Generation Z mittlerweile vor den Millennials, der Generation X und den Babyboomern. Studien aus den Jahren 2023 bis 2025 zeigen, dass rund 45 Prozent dieser jungen Arbeitnehmer aktiv nach neuen Chancen suchen – vor allem wegen zu niedriger Löhne. Besonders unbeliebt sind bei ihnen befristete Verträge, die sie als instabil wahrnehmen.
Vor 2020 wechselte die Generation Z sogar noch häufiger den Job, mit einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von nur 1,8 Jahren. Die Pandemie, die Ausweitung der Remote-Arbeit und die wirtschaftliche Instabilität bremsten diesen Trend leicht: Mittlerweile bleiben sie im Schnitt 2,5 Jahre in einer Stelle. Dennoch bleibt ihre Wechselbereitschaft hoch, während andere Generationen zunehmend auf Stabilität setzen.
Auch für die Generation Z zählt Arbeitsplatzsicherheit zu den wichtigsten Kriterien bei der Wahl des Arbeitgebers. Anders als ältere Arbeitnehmer sind sie jedoch nicht bereit, in Jobs zu bleiben, die ihre finanziellen Bedürfnisse nicht erfüllen. Unternehmen stehen nun unter Druck, attraktive Gehälter und ein unterstützendes Arbeitsumfeld zu bieten, um diese Beschäftigten zu halten.
Die Daten belegen: Die Generation Z wechselt häufiger den Job als alle anderen arbeitenden Generationen. Arbeitgeber müssen die Lohnerwartungen und die Arbeitsplatzsicherheit verbessern, um sie langfristig zu binden. Ohne solche Änderungen werden junge Arbeitnehmer voraussichtlich weiter nach besseren Möglichkeiten anderswo suchen.






