Gianni Versaces Glamour kehrt für zwei Tage nach Paris zurück
Eine große Gianni-Versace-Retrospektive im Musée Maillol in Paris eröffnet
Im Pariser Musée Maillol hat eine umfassende Gianni-Versace-Retrospektive ihre Tore geöffnet – die erste Modenschau, die je in dem Haus an der Rue de Grenelle stattfindet. Die nur zwei Tage dauernde Ausstellung lädt Besucher ein, fast 450 Exponate zu entdecken, von ikonischen Outfits bis hin zu seltenen Videointerviews.
Verantwortlich für die Schau ist die Berliner Agentur Dreamrealizer, die bereits sieben Versace-Ausstellungen in ganz Europa organisiert hat. Die Ausstellung zeichnet den Werdegang des Designers nach, darunter sein Haute-Couture-Debüt 1989 im Pariser Hotel Ritz. Fast 100 Kleidungsstücke sind auf Mannequins präsentiert, thematisch arrangiert auf einem nachgebauten Laufsteg.
Ein besonderer Höhepunkt ist der Bereich „Rock und Royalty“, in dem Stücke zu sehen sind, die von Lady Diana, Elton John, Madonna, Grace Jones und Demi Moore getragen wurden. Auffällig ist jedoch das Fehlen des berühmten „Sicherheitsnadel-Kleids“, das durch Elizabeth Hurley weltbekannt wurde. Stattdessen zeigt ein Bildschirm den französischen Wikipedia-Eintrag des fehlenden Modells.
Die Retrospektive thematisiert auch die polarisierende Wirkung von Versaces Werk. Eine Vitrine verweist auf eine Debatte der New York Times aus den 1990er-Jahren, die fragte, ob seine Entwürfe „Chic oder grausam“ seien. Neben Mode sind auch Schmuck, Wohnaccessoires und Archivmaterial zu sehen.
Die Ausstellung ist am Freitag, dem 5. September 2023, für die Öffentlichkeit geöffnet und schließt bereits am Folgetag. Mit ihrer Mischung aus Glamour und Kontroverse bietet die Schau einen kurzen, aber intensiven Einblick in Versaces anhaltenden Einfluss. Dass das Musée Maillol seine erste Modeneveranstaltung mit dieser Retrospektive ausrichtet, unterstreicht die bleibende kulturelle Bedeutung des Designers.






