24 May 2026, 10:02

Gleichstellungsbeauftragte in Deutschland kämpfen gegen wachsende Feindseligkeit und Antifeminismus

"Ich bin ein einsamer Krieger"

Gleichstellungsbeauftragte in Deutschland kämpfen gegen wachsende Feindseligkeit und Antifeminismus

Gleichstellungsbeauftragte in Deutschland sehen sich wachsender Feindseligkeit ausgesetzt, während antifeministische Angriffe zunehmen

Allein im Jahr 2024 häufen sich die Attacken – sowohl gegen Personen als auch gegen Symbole der Gleichberechtigung. Gleichstellungsbeauftragte berichten von Vandalismus, Budgetkürzungen und offener Aggression. 63 Prozent von ihnen haben in den vergangenen zwei Jahren Feindseligkeiten erlebt, 40 Prozent waren sogar mehrfach betroffen. Eine Beauftragte aus Baden-Württemberg schilderte, wie nach einem öffentlichen Statement zu einem umstrittenen Thema Rechtsextreme vor ihrer Haustür aufgetaucht seien.

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In ganz Deutschland wurden zudem immer wieder orangefarbene Bänke beschädigt – Teil der UN-Kampagne „Orange the World“ gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Vorfälle gab es unter anderem in Osnabrück, Wiesbaden und Annweiler, wo die Bänke zerstört oder mit Parolen beschmiert wurden. Der Deutsche Frauenrat warnt, dass Antifeminismus längst kein Randphänomen der extremen Rechten mehr sei, sondern in der breiten Gesellschaft an Zuspruch gewinne.

Hinter den Angriffen steht der organisierte politische Antifeminismus, der sich gegen sexuelle Selbstbestimmung und Vielfalt richtet. Auf dem BAG-Kongress diskutierten Verantwortliche über Gegenstrategien und betonten die Notwendigkeit besserer Schutzmaßnahmen und öffentlicher Unterstützung.

Die Zunahme an Drohungen und Vandalismus zeigt die Herausforderungen, vor denen Akteur:innen der Gleichstellungspolitik stehen. Da Vorfälle mittlerweile wöchentlich auftreten, fordern Behörden und Initiativen dringend Maßnahmen zum Schutz der Beauftragten und der öffentlichen Kampagnen. Die Entwicklung unterstreicht den wachsenden Einfluss antifeministischer Bewegungen in Deutschland.

Quelle