15 April 2026, 00:07

Golfkonflikt gefährdet Deutschlands Treibstoffversorgung bis zum Frühling

Eine Balkendiagramm, das die prozentuale Abhängigkeit Europas von russischem Erdgas zeigt, mit Text, der die Investitionsprozentsätze angibt.

Golfkonflikt gefährdet Deutschlands Treibstoffversorgung bis zum Frühling

Der anhaltende Konflikt im Golf hat in Deutschland Sorgen um die Treibstoffversorgung ausgelöst. Zwar sieht die Bundesregierung derzeit keine akute Knappheitsgefahr, doch warnen Beamte, dass anhaltende Störungen bis zum späten Frühling zu Engpässen führen könnten. Die Lage bleibt eng mit dem Krieg im Nahen Osten sowie möglichen Exportentscheidungen der USA verknüpft.

Deutschland ist stark von seinen eigenen Raffinerien abhängig und produziert etwas mehr Benzin, als im Land verbraucht wird. Auch rund 90 Prozent des Dieselbedarfs werden hierzulande gedeckt. Diese weitgehende Selbstversorgung hat bisher größere Versorgungsprobleme verhindert.

Das Wirtschaftsministerium gibt jedoch zu bedenken, dass sich verzögernde Lösungen im Golfkonflikt bis Ende April oder Mai zu Engpässen führen könnten. Ein zusätzlicher Stopp von US-Öl- und Gaslieferungen würde die Situation weiter verschärfen – mit der möglichen Folge, dass deutsche Tankstellen trockenfallen.

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US-Beamte, darunter Energieminister Wright und Innenminister Burgum, betonen, dass derzeit keine Exportbeschränkungen geprüft würden. Michael Kellner, energiepolitischer Sprecher der Grünen, hinterfragt jedoch die optimistische Haltung der Regierung. Er warnt, Donald Trump könnte Energie als Druckmittel einsetzen und Deutschland damit in eine prekäre Lage bringen.

Aktuell sorgt die heimische Produktion für stabile Treibstoffvorräte. Sollte sich der Golfkonflikt jedoch in die Länge ziehen oder US-Exporte ins Stocken geraten, könnten innerhalb weniger Monate dennoch Engpässe drohen. Die Bundesregierung beobachtet die Entwicklung weiterhin genau.

Quelle