Goslar testet Tempo 30 in Ohlhof – sechs Monate für mehr Sicherheit und Lebensqualität
Finn KleinGoslar testet Tempo 30 in Ohlhof – sechs Monate für mehr Sicherheit und Lebensqualität
Goslar führt sechsmonatige Testphase mit Tempo 30 auf Ohlhofbreite und Kurt-Schumacher-Allee ein
Ab dem 9. April wird in Goslar auf der Ohlhofbreite und der Kurt-Schumacher-Allee für sechs Monate eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h erprobt. Das Pilotprojekt soll die Verkehrssicherheit und die Lebensqualität im Stadtteil Ohlhof verbessern. Unterstützt wird die Maßnahme sowohl vom örtlichen Nachbarverein als auch vom Stadtrat.
Während der Testphase werden die betroffenen Straßen aus dem Vorfahrtstraßennetz genommen. Stattdessen gilt für Autofahrer die Regelung "rechts vor links", sodass Verkehr von rechts Vorfahrt hat. Geschwindigkeitskontrollen sind in dieser Phase nicht vorgesehen, doch die Stadt wird die Geschwindigkeiten und das Verkehrsverhalten genau beobachten.
Ziel ist es, die durchschnittliche Geschwindigkeit auf ein V85-Niveau von 36 km/h zu senken. Regelmäßige statistische Erhebungen sollen die Auswirkungen der Zone auf Sicherheit und Verkehrsfluss dokumentieren. Die Unterstützung für das Projekt wuchs, nachdem 238 Anwohner eine Petition für Verkehrsberuhigung in dem Gebiet unterzeichnet hatten.
Offizielle Unfallstatistiken für diese Straßen der vergangenen drei Jahre sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Anfragen zu detaillierten Daten müssten an die Polizei oder die Stadtverwaltung gerichtet werden.
Die Testphase läuft bis Oktober, bevor über eine mögliche dauerhafte Beibehaltung der Tempo-30-Zone in Ohlhof entschieden wird. Die Stadt wird dabei auf Rückmeldungen der Anwohner und Verkehrsdatenerhebungen setzen, um die Wirksamkeit des Projekts zu bewerten.






