29 March 2026, 06:02

Green Flexibility testet REGIOlink: Batteriespeicher sollen Stromnetze stabilisieren

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Green Flexibility testet REGIOlink: Batteriespeicher sollen Stromnetze stabilisieren

Ein neuer Ansatz zur Entlastung der Stromnetze: Green Flexibility stellt REGIOlink vor

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Das Unternehmen Green Flexibility hat ein neues Konzept zur Entschärfung von Netzengpässen vorgestellt: REGIOlink. Die Lösung zielt darauf ab, regionale Stromnetze durch großflächige Batteriespeicher zu stabilisieren. Derzeit wird das System in einer Pilotanlage in Immenstadt im Allgäu getestet.

In ganz Deutschland kämpfen Netzbetreiber mit einer Flut von Anträgen für Netzanschlüsse großer Batteriespeicher. Doch der Fortschritt stockt, da viele Betreiber den Ausbau neuer Stromleitungen priorisieren – statt bestehende Speicherlösungen in die Netzinfrastruktur zu integrieren.

Hier setzt REGIOlink von Green Flexibility an. Das System nutzt datengesteuerte Regelungskorridore, um Echtzeit-Flexibilitätsanalysen durchzuführen und so Netzengpässe zu verringern. Zudem bietet das Unternehmen Implementierungsmodule an, darunter technische Lösungen für netzrelevante Betriebsmodi und optimierte Koordinationsprozesse.

Parallel zum Pilotprojekt veröffentlichte Green Flexibility ein Whitepaper, das ein Rahmenwerk zur Klassifizierung von Batteriespeichern nach ihrem Einfluss auf das Stromnetz vorstellt. Christoph Ostermann, CEO des Unternehmens, betonte, dass seine Mannschaft sich weniger an terminologischen Debatten in der Branche orientiere, sondern auf praktische Lösungen konzentriere.

Doch es gibt weiterhin Hürden. Christina Hepp, Direktorin für Strategie bei Green Flexibility, räumte ein, dass Netzbetreiber unter dem neuen Modell mögliche Einnahmeverluste hinnehmen müssten. Sie forderte faire Vergütungsmodelle und klarere regulatorische Rahmenbedingungen, um eine breitere Einführung zu ermöglichen. Aktuell sind keine weiteren REGIOlink-Pilotprojekte in anderen deutschen Regionen geplant oder in Vorbereitung.

Ohne stärkere politische und regulatorische Unterstützung wird die Skalierung von Lösungen wie REGIOlink schwierig bleiben. Die Pilotanlage in Immenstadt zeigt zwar Potenzial, doch eine flächendeckende Umsetzung hängt davon ab, finanzielle und rechtliche Hindernisse zu überwinden. Jetzt sind Netzbetreiber und Politiker gefordert, eine Balance zwischen Netzausbau und der Integration von Speichertechnologien zu finden.

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