17 April 2026, 10:02

Hallescher Club trotzt Drohungen: Rammstein-Coverband spielt trotz "Tötet Till!"-E-Mail

Eine Gruppe von Menschen marschiert nachts in Berlin, mit Protestschildern, Bäumen, Gebäuden und Fahrrädern im Hintergrund.

Hallescher Club trotzt Drohungen: Rammstein-Coverband spielt trotz "Tötet Till!"-E-Mail

In der Halleschen Nachtlebensszene ist ein erbitterter Streit entbrannt, nachdem ein örtlicher Club eine feindselige E-Mail erhalten hat, in der die Absage eines Konzerts einer Rammstein-Coverband gefordert wird. Die mit Drohungen und extremistischen Parolen gefüllte Nachricht hat Empörung ausgelöst und eine deutliche Reaktion der Clubleitung provoziert.

Die E-Mail stammte vom "Antifaschistischen und Feministischen Aktionsbündnis Halle/Saale". Darin werden Rammstein und Frontmann Till Lindemann "sexualisierte Machtinszenierungen" und "kalkulierter Tabubruch" vorgeworfen. Die Gruppe verlangte von der "Tante Manfred" die Abschaffung des für den 2. Mai 2026 geplanten Auftritts der Coverband.

Die Nachricht enthielt aggressive Formulierungen, darunter den Slogan "TÖTET TILL!" und warnte vor Konsequenzen, sollte das Konzert stattfinden. Der Clubbetreiber Matthias Golinski bestätigte jedoch, dass die Veranstaltung wie geplant über die Bühne gehen werde. Er berief sich auf die Hauspolitik, nach der Auftritte innerhalb der gesetzlichen Grenzen erlaubt seien, und verteidigte das Recht auf "Kunst- und Meinungsfreiheit".

Die Gegenreaktionen beschränkten sich nicht auf die E-Mail: Die Leitung der "Tante Manfred" wurde aus einer lokalen Telegram-Gruppe ausgeschlossen, in der sie zuvor Veranstaltungen beworben hatte. Trotz des Drucks gibt Golinski nicht nach und besteht darauf, dass das Konzert stattfinden wird.

Der Konflikt offenbart tiefe Gräben zwischen künstlerischer Freiheit und aktivistischem Engagement in der Halleschen Kulturszene. Während der Club an seiner Entscheidung festhält, haben die Forderungen und Drohungen des Bündnisses die Spannungen weiter verschärft. Das Konzert bleibt vorerst für Mai 2026 angesetzt – sofern keine weiteren Schritte unternommen werden.

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