Historischer Machtwechsel: Susanne Hoyer wird erste Landrätin Freisings
Greta SchulzHistorischer Machtwechsel: Susanne Hoyer wird erste Landrätin Freisings
Susanne Hoyer von der CSU ist als erste Frau zur Landrätin des Landkreises Freising gewählt worden, nachdem sie die Stichwahl um das Amt der Landrätin gegen den Amtsinhaber Helmut Petz von den Freien Wählern (FW) mit 54,4 Prozent der Stimmen gewann. Die Wahl markiert einen historischen Wechsel in der lokalen Führung, da in Freising noch nie ein amtierender Landrat abgewählt worden war.
Der Wahlkampf begann am 8. März 2026, als Hoyer im ersten Wahlgang mit 32,3 Prozent der Stimmen vor Petz (27,8 Prozent) lag. Die Grünen erreichten 11,9 Prozent, doch keiner der Kandidaten verfehlte die notwendige absolute Mehrheit, sodass eine Stichwahl nötig wurde. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,9 Prozent.
Am 22. März führte Hoyer früh mit etwa 60 Prozent der Stimmen und behielt im Verlauf der Auszählung einen stabilen Vorsprung von rund zehn Prozentpunkten. Ihr Sieg spiegelt einen größeren Trend wider: Seit 2018 hat die CSU in Freising an Unterstützung verloren, während die Freien Wähler ihre Position halten oder leicht ausbauen konnten. Trotz der Niederlage bezeichnete Petz das Ergebnis als demokratische Entscheidung für einen Wechsel.
Hoyers Amtseinführung ist für den 2. Mai vorgesehen. Mit ihrem Sieg bricht sie zudem eine Tradition, da sie die erste Kandidatin ist, die einen Amtsinhaber im Landkreis ablöste.
Die Stichwahl bestätigt Hoyers Auftrag, die Geschicke des Landkreises zu lenken, und beendet Petzs achtjährige Amtszeit. Im Mai wird sie als erste Landrätin Freisings ihr Amt antreten. Das Ergebnis folgt auf einen Wahlkampf, in dem der Rückgang der CSU und die Widerstandsfähigkeit der Freien Wähler die politische Landschaft prägten.






