Infineon streicht 2.800 Jobs nach drastischem Gewinnrückgang in der Halbleiterkrise
Greta SchulzInfineon streicht 2.800 Jobs nach drastischem Gewinnrückgang in der Halbleiterkrise
Infineon hat Pläne bekannt gegeben, im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung 2.800 Arbeitsplätze abzubauen oder zu verlagern. Der Schritt folgt auf einen deutlichen Gewinnrückgang des Unternehmens. Die schwache Nachfrage in der Halbleiterbranche zwingt den Konzern zu drastischen Kostensenkungen.
Das Unternehmen wird 1.400 Stellen komplett streichen, darunter eine dreistellige Zahl am Standort Regensburg. Weitere 1.400 Arbeitsplätze sollen in kostengünstigere Regionen in Nordamerika, Asien und andere Hochlohnländer verlagert werden. Diese Maßnahmen sind Teil eines bereits vor Monaten angekündigten Restrukturierungsprogramms.
Regensburg bleibt zwar ein zentraler Standort für Infineon, doch der Fokus wird künftig stärker auf Innovation liegen. Gleichzeitig soll der Standort Dresden ausgebaut werden, wo weiterhin neue Jobs entstehen.
Die Entscheidung fällt nach einer schwierigen finanziellen Phase: Der Gewinn von Infineon im dritten Quartal sank auf 403 Millionen Euro – weniger als die Hälfte des Vorjahresergebnisses. Die gesamte Halbleiterbranche leidet weiterhin unter einer schwachen Produktnachfrage.
Mit den Stellenstreichungen und Verlagerungen will das Unternehmen seine Abläufe effizienter gestalten. Regensburg behält zwar seine Bedeutung, setzt aber künftig stärker auf Forschung und Entwicklung. Dresden hingegen wird weiter Personal aufbauen, während Infineon seine Belegschaft umstrukturiert.






