Intel setzt auf Sonja Pierer für 30-Milliarden-Investition in Magdeburg
Intel hat Sonja Pierer zur neuen Geschäftsführerin seiner deutschen Niederlassung ernannt. Die Berufung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen seine massiven Investitionen in Höhe von 30 Milliarden Euro für Halbleiterwerke in der Nähe von Magdeburg vorantreibt. Die Anlagen, die mit staatlichen Subventionen in Höhe von 9,9 Milliarden Euro gefördert werden, sollen Chips für Intel und andere Zulieferer produzieren.
Pierer übernimmt das Amt von Christin Eisenschmid, die im März aus persönlichen Gründen zurückgetreten war. Die Absolventin der Informatik an der Universität Passau bringt umfangreiche Vertriebserfahrung mit und wird sich vor allem darauf konzentrieren, Aufträge für die Magdeburger Werke zu sichern, um deren langfristige Rentabilität zu gewährleisten.
Das Magdeburger Projekt zählt zu den größten Investitionen Intels in Europa. Allerdings erfordert die Entwicklung von Mikroprozessoren für die Auftragsfertigung in der Regel eine Vorlaufzeit von zwei bis vier Jahren. CEO Pat Gelsinger ist persönlich daran beteiligt, Kunden für den neuen Standort zu gewinnen, der sowohl Intel als auch externe Chip-Hersteller bedienen soll.
Die Subventionen der Bundesregierung in Höhe von 9,9 Milliarden Euro unterstreichen die strategische Bedeutung des Projekts. Mit Pierer an der Spitze konzentriert sich Intel nun darauf, Produktionsvereinbarungen abzuschließen und die langen Entwicklungszeiten einzuhalten. Sobald die Magdeburger Werke in Betrieb sind, sollen sie eine Schlüsselrolle in der europäischen Halbleiter-Lieferkette einnehmen.






