Klimawandel erhöht giftigen Arsengehalt in Reis – Forscher schlagen Alarm
Finn KleinKlimawandel erhöht giftigen Arsengehalt in Reis – Forscher schlagen Alarm
Steigende Temperaturen und CO₂-Emissionen treiben den Arsengehalt in Reis in die Höhe – das ergab eine neue Studie. Das giftige Schwermetall, das bereits mit Krebs und neurologischen Schäden bei Kindern in Verbindung gebracht wird, stellt nun ein noch größeres Risiko in Regionen dar, in denen Reis ein Grundnahrungsmittel ist. Forscher warnen, dass sich gesundheitliche Probleme in Asien weiter ausbreiten könnten, wenn nicht gehandelt wird.
Ein Team unter der Leitung von Lewis Ziska untersuchte, wie der Klimawandel die Arsenaufnahme in Reispflanzen beeinflusst. Die Ergebnisse zeigen, dass höhere Temperaturen und ein erhöhter CO₂-Gehalt zu einer verstärkten Aufnahme des Giftstoffs in die Reiskörner führen. Die Studie belegt einen direkten Zusammenhang zwischen Umweltveränderungen und Risiken für die Lebensmittelsicherheit.
Sieben asiatische Länder mit hohem Reiskonsum sehen sich wachsenden Gesundheitsgefahren durch diese Belastung gegenüber. Arsen, ein bekannter Krebsauslöser, wird seit langem mit schweren Erkrankungen in Verbindung gebracht, darunter Krebs und Entwicklungsstörungen bei Säuglingen. Dennoch gibt es in diesen Regionen bisher keine gezielten Maßnahmen zur Reduzierung des Arsengehalts in Reis.
In den USA existieren derzeit keine gesetzlichen Grenzwerte für Arsen in Lebensmitteln – eine regulatorische Lücke. Experten wie Keeve Nachman von der Johns Hopkins University fordern dringend Schritte, um die Belastung des Menschen zu verringern. Da es keine groß angelegten Lösungen gibt, bleibt als einzige Empfehlung zur Senkung der Arsenaufnahme bisher nur der Rat, die Zubereitungsmethoden anzupassen.
Die Studie unterstreicht eine sich verschärfende Herausforderung für die öffentliche Gesundheit, da der Klimawandel die Arsenbelastung in Reis weiter verstärkt. Ohne regulatorische Maßnahmen oder gezielte Gegenmaßnahmen bleiben besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen in Regionen mit hohem Reiskonsum weiter Risiken ausgesetzt. Die Forscher betonen die Notwendigkeit strengerer Kontrollen, um die Belastung zu begrenzen und die Gesundheit zu schützen.






