Klinikum Fürth blockiert Haupteingang gegen geplante Budgetkürzungen im Gesundheitswesen
Ida LangKlinikum Fürth blockiert Haupteingang gegen geplante Budgetkürzungen im Gesundheitswesen
Klinikum Fürth protestiert gegen geplante Kürzungen im Gesundheitsbudget
Am Freitag wird das Klinikum Fürth mit einer symbolischen Blockade seines Haupteingangs zwischen 11 und 13 Uhr gegen die geplanten Sparmaßnahmen im Gesundheitssektor demonstrieren. Die Klinik warnt vor schweren finanziellen und betrieblichen Belastungen durch die vorgesehenen Einschnitte.
Scharf kritisiert das Krankenhaus die Pläne der Regierung zur Reduzierung der Mittel für die Patientenversorgung. Zudem belasten unzureichende Erstattungen für Lohnkosten und zusätzlichen Verwaltungsaufwand die Einrichtung zunehmend. Nach eigenen Berechnungen könnten die Kürzungen die Ausgaben der Klinik bis 2027 um über 10 Millionen Euro erhöhen.
Dr. Alexander Mohr, Geschäftsführer des Klinikums, betonte trotz der Herausforderungen die Verpflichtung zur Versorgung der regionalen Bevölkerung. Er forderte die Bundespolitiker auf, ein stabiles Finanzierungssystem für Krankenhäuser zu schaffen. Bei der Protestaktion wird auch Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung an Mohrs Seite zur Menge sprechen.
Der Bayerische Krankenhausgesellschaft zufolge könnte die Unterfinanzierung in der Region drastisch ansteigen. Schätzungen gehen von einem Anstieg der Fehlbeträge von 600 Millionen auf 1,4 Milliarden Euro bis 2027 aus, falls die Kürzungen umgesetzt werden. Das Klinikum Fürth befürchtet, dass die Maßnahmen zu Einschränkungen in der Notfallversorgung, längeren Wartezeiten für Patienten und einem reduzierten Zugang zu ambulanten Sprechstunden führen könnten. Auch die Finanzierung moderner Medizintechnik wäre gefährdet.
Ziel des Protests ist es, auf die Risiken der geplanten Sparvorgaben aufmerksam zu machen. Ohne Kurskorrekturen rechnet die Klinik mit einer Verschärfung der finanziellen Lage und einer Beeinträchtigung der medizinischen Versorgung. Während der Veranstaltung werden Redner aus Politik und Gesundheitswesen zu notwendigen politischen Maßnahmen aufrufen.






