17 April 2026, 06:02

Landshut sichert Hochwasserschutz und revitalisiert Isar-Ökosystem nach Kiesbaggerprojekt

Alte Buchseite mit detaillierten Zeichnungen und Text, die eine Brücke unter Bau zeigen, einschließlich einer Darstellung eines Damms.

Landshut sichert Hochwasserschutz und revitalisiert Isar-Ökosystem nach Kiesbaggerprojekt

Großes Kiesbaggerprojekt an der Großen Isar in Landshut abgeschlossen – Ökosysteme wiederhergestellt und Hochwasserschutz gesichert

Ein umfangreiches Kiesbaggerprojekt entlang der Großen Isar in Landshut wurde erfolgreich abgeschlossen, um die natürlichen Lebensräume zu revitalisieren und den Hochwasserschutz zu erhalten. Finanziert vom Wasserwirtschaftsamt Landshut im Rahmen von EU-Umweltrichtlinien, umfasste die Maßnahme die Entnahme von 140.000 Kubikmetern Sediment aus den Flussarmen.

Die Arbeiten fanden zwischen Mitte Juli und Ende Oktober 2023 statt und wurden bewusst so terminiert, um die Laichzeiten der Fische nicht zu beeinträchtigen. Die vorübergehenden Straßensperrungen während der Bauphase wurden bis Mitte April 2024 aufgehoben, sodass die betroffenen Bereiche nun wieder voll zugänglich sind.

Auslöser für das Projekt waren regelmäßige Kontrollen, die eine erneute Versandung durch natürliche Fließprozesse des Flusses zeigten. Bereits 2022 hatte Uniper, Betreiber des Wasserkraftwerks Altheim, den Bedarf an Baggerarbeiten erkannt, um Überschwemmungen im Landshuter Stadtzentrum zu verhindern, wo sich der Stauraum des Kraftwerks erstreckt.

Für die Durchführung setzten die Arbeits crews ein Nassbaggerverfahren mit zwei schwimmenden Einheiten ein. Jede Einheit bestand aus einem Spundwand-Prahm mit einem Bagger sowie zwei Spülkähnen zum Abtransport des Materials. Im Rahmen der Maßnahme wurde zudem der Wartungsabschnitt des Flusses um 800 Meter verlängert und die Sohlenhöhe angepasst, um künftige Sedimentablagerungen zu verlangsamen.

Klaus Engels, Direktor Wasserkraft Deutschland bei Uniper, betonte die Herausforderung, ökologische Renaturierung und Hochwasservorsorge in Einklang zu bringen. Die Kiesentnahme entspricht den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie und zielt darauf ab, wichtige Flusslebensräume zu reaktivieren, ohne die umliegende Infrastruktur zu gefährden.

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Mit dem Abschluss der Baggerarbeiten ist der Hochwasserschutz für Landshut langfristig gesichert, und die Regeneration des Isar-Ökosystems wird unterstützt. Nach der Wiedereröffnung der Straßen und der Stabilisierung des Flussbetts werden die Behörden die Sedimententwicklung weiter überwachen, um bei Bedarf in den kommenden Jahren zusätzliche Maßnahmen einzuleiten.

Quelle