Mainz wird grün: Warum die Stadt jetzt ihre Häuser und Uniformen umfärbt
Finn KleinMainz wird grün: Warum die Stadt jetzt ihre Häuser und Uniformen umfärbt
Mainz startet ungewöhnlichen Plan: Die Stadt wird grün – im wahrsten Sinne des Wortes
Bis Ende des Jahres sollen Tausende Gebäude in Mainz im Rahmen einer neuen Initiative in verschiedenen Grüntönen neu gestrichen werden. Die Maßnahme ist das Ergebnis jahrelanger Diskussionen darüber, wie die Stadt umweltfreundlicher gestaltet werden kann – wenn auch auf eine ganz andere Weise, als ursprünglich vorgesehen.
Betroffen von der Umgestaltung sind unter anderem zentrale Bereiche wie die Gebäude rund um den Marktplatz, das Neustadtviertel und das Staatstheater. Selbst der Leichhof-Friedhof wird einbezogen, während noch unklar ist, ob der Mainzer Dom folgen wird. Frühere Pläne, mehr Parks anzulegen oder zusätzliche Bäume zu pflanzen, wurden dagegen aufgegeben – stattdessen konzentriert sich die Stadt nun vollständig auf das Neuanstreichen.
Künftig müssen alle Neubauten in Mainz grüne Fassaden aufweisen. Die Veränderungen beschränken sich jedoch nicht auf die Architektur: Auch Polizisten werden grüne Uniformen tragen, und der lokale Fußballverein 1. FSV Mainz 05 wird in grünen Trikots auflaufen. Die Gesamtkosten des Projekts werden bis Jahresende auf rund 10 Millionen Euro geschätzt.
Den Anstoß für die Initiative gaben jüngste Bauprojekte in der Stadt, die wegen ihrer tristen, grauen Neugestaltung kritisiert worden waren. Teilweise finanziert wird das Vorhaben durch ein neu bewilligtes EU-Programm, das Hundertmillionen an Fördergeldern für städtische Begrünungsprojekte bereitstellt – auch wenn Mainzer Ansatz eine ungewöhnliche Richtung einschlägt.
Bis Ende 2024 wird die Maßnahme das Erscheinungsbild der Stadt prägen. Bewohner und Besucher werden grüne Gebäude, Uniformen und sogar Sportmannschaften erleben. Ob der Schritt jedoch größere ökologische Ziele erreicht, bleibt abzuwarten.






