24 May 2026, 20:01

Martin Hagen: Vom bayerischen FDP-Rebell zum Generalsekretärs-Kandidaten

Neuer FDP-Generalsekretär Martin Hagen: Der Mann neben Kubicki

Martin Hagen: Vom bayerischen FDP-Rebell zum Generalsekretärs-Kandidaten

Martin Hagen hat sich als zentrale Figur in der Freien Demokratischen Partei (FDP) etabliert. Seit langem in der bayerischen Politik aktiv, erregte er während der Coronapandemie überregionales Aufsehen durch seine scharfe Kritik an der Politik von Markus Söder. Nun hat Wolfgang Kubicki ihn als Kandidaten für das Amt des Generalsekretärs der Partei vorgeschlagen.

Geboren 1981 in La Spezia, Italien, als Kind deutscher Eltern, wuchs Hagen in Rosenheim, Bayern, auf. Er studierte Politikwissenschaft und Psychologie in München, bevor er 1998 den Jungliberalen beitrat. Bereits 2004 stieg er zum Landesvorsitzenden der bayerischen Jungliberalen auf – ein Amt, das er bis 2006 innehatte.

Mit nur 28 Jahren übernahm Hagen eine Führungsposition als Geschäftsführer des FDP-Landesverbands Bayern unter Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Seine politische Karriere setzte sich 2018 fort, als er die Partei zurück in den bayerischen Landtag führte. In den folgenden fünf Jahren fungierte er als Fraktionsvorsitzender und festigte die Präsenz der FDP in der Landespolitik.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Neben seiner Parteiarbeit gründete Hagen 2024 gemeinsam mit Kristina Schröder und Andreas Rödder den Thinktank Republik 21. Seine politischen Positionen heben sich innerhalb der FDP ab: Er plädiert dafür, dass die Partei eine mutigere, selbstbewusstere Ausrichtung verfolgen sollte, statt sich in die politische Mitte zu bewegen.

Hagens Aufstieg vom regionalen Aktivisten zum bundespolitischen Anwärter spiegelt seinen langjährigen Einfluss in der bayerischen Politik wider. Seine Nominierung als Kubickis Kandidat für den Generalsekretärsposten deutet auf eine mögliche strategische Neuausrichtung der FDP hin. Die Partei steht nun vor der Entscheidung, ob sie seinen konfrontativeren Kurs übernehmen wird.

Quelle