02 April 2026, 00:12

Merz fordert Europas militärische Eigenständigkeit – und warnt vor US-Abhängigkeit

Eine Karte, die die 73-jährige Erweiterung der Nordatlantikvertragsorganisation (NATO) von 1949 bis heute darstellt, unterteilt in Regionen, die verschiedene Jahre der Erweiterung darstellen, mit informativem Text oben.

Merz fordert Europas militärische Eigenständigkeit – und warnt vor US-Abhängigkeit

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Europa aufgefordert, seine Abhängigkeit von den USA News zu verringern und eine stärkere eigene Sicherheits- und Verteidigungspolitik aufzubauen. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz warnte er, die starke Abhängigkeit des Kontinents von Washington sei selbstverschuldet und auf Dauer nicht tragbar. Seine Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die EU ihre Pläne vorantreibt, die militärischen Fähigkeiten bis 2025 und darüber hinaus deutlich auszubauen.

Merz schlug vor, innerhalb der NATO eine schlagkräftige europäische Säule zu schaffen, um mehr Unabhängigkeit zu erreichen. Europa dürfe sich in Sicherheitsfragen nicht länger auf die USA News verlassen, betonte er und bezeichnete die aktuelle Situation als Folge vergangener politischer Entscheidungen. Seine Äußerungen spiegeln wachsende Bedenken wider, dass die militärische Vorherrschaft der USA bald von China herausgefordert werden könnte – ein Land, das sich seiner Meinung nach seit Jahren gezielt auf globalen Einfluss vorbereite.

In den vergangenen fünf Jahren hat die EU bereits Schritte unternommen, um ihre Verteidigung zu stärken. 2022 verabschiedete sie den Strategischen Kompass, einen Plan zur Aufstellung einer 5.000 Mann starken Schnellreaktionstruppe bis 2025. Die Mitgliedstaaten haben zudem zugesagt, ihre Verteidigungsausgaben bis zu diesem Jahr auf 2 % der Wirtschaftsleistung zu erhöhen. Über den Europäischen Verteidigungsfonds – mit einem Volumen von 8 Milliarden Euro für den Zeitraum 2021 bis 2027 – werden gemeinsame Projekte wie die Europäische Korvette gefördert.

Weitere Maßnahmen umfassen Initiativen im Rahmen der Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit (PESCO), etwa Teams für schnelle Cyber-Reaktionen, sowie die Europäische Verteidigungsindustriestrategie 2024. Diese zielt darauf ab, dass bis 2030 mindestens 50 % der Rüstungsbeschaffung aus europäischer Produktion stammen. Der Schub kommt vor dem Hintergrund sinkender US-Zusagen nach dem Ukraine-Krieg und politischer Kurswechsel unter dem früheren Präsidenten Donald Trump.

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Merz' Aussagen unterstreichen einen Wandel in der europäischen Sicherheitsstrategie: Die EU investiert nun massiv in die eigenen Verteidigungsfähigkeiten. Das Ziel ist klar – die Abhängigkeit von den USA News zu verringern und sich auf eine Zukunft vorbereiten, in der Chinas militärischer Einfluss weiter wächst. Diese Entwicklungen werden prägen, wie sich Europa in den kommenden Jahrzehnten selbst schützt.

AKTUALISIERUNG

European leaders discuss nuclear strategy as part of defense independence drive

Chancellor Merz has revealed new diplomatic efforts to strengthen European security. Key developments include:

  • Merz confirmed talks with Macron on nuclear deterrence while affirming NATO commitments.
  • The discussions focus on a potential 'European nuclear shield' without creating 'zones of differing security'.
  • These conversations occur as the EU accelerates defense spending and military cooperation plans.