18 March 2026, 00:37

Merz warnt die USA: Ohne NATO-Vertrauen droht Europa die Spaltung

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht vor der Reichskanzlei in Berlin mit Reportern, umgeben von einer Gruppe von Menschen, einige halten Mikrofone, mit Gebäuden im Hintergrund.

Merz warnt die USA: Ohne NATO-Vertrauen droht Europa die Spaltung

Bundeskanzler Friedrich Merz traf während der Münchner Sicherheitskonferenz mit dem US-Außenminister Marco Rubio zusammen. Das für etwa 30 Minuten angesetzte Gespräch fand statt, während Merz gegenüber amerikanischen Führungskräften die Bedeutung des transatlantischen Bündnisses innerhalb der NATO betonte.

In seiner Rede auf der Konferenz hob Merz zu Beginn den Wert des Vertrauens in die NATO für Europa hervor. Später wiederholte er einen zentralen Abschnitt auf Englisch und richtete sich damit direkt an das US-Publikum. Seine Äußerungen unterstrichen, dass selbst die USA auf die Zusammenarbeit im Bündnis angewiesen seien – denn kein Land könne allein wirksam handeln.

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Unter Präsident Biden hatte die USA im vergangenen Jahr ihre starke Unterstützung für die NATO aufrechterhalten. Dazu zählte das Versprechen einer jährlichen Militärhilfe in Höhe von 40 Milliarden Euro, das beim Gipfel 2024 in Washington gegeben wurde, sowie die Forderung nach höheren europäischen Verteidigungsausgaben im Vorfeld des Haager Gipfels 2025. Größere politische Kurswechsel gab es in dieser Phase nicht.

Nach 2025 änderte sich jedoch die Haltung der Regierung unter Trump. Die National Defense Strategy von 2026 kritisierte NATO-Partner als "Trittbrettfahrer" und drängte auf ein Verteidigungsbudget von fünf Prozent der Wirtschaftsleistung.

Das Treffen zwischen Merz und Rubio fand vor dem Hintergrund anhaltender Debatten über die Zukunft der NATO statt. Merz' Betonung von Vertrauen und gemeinsamer Verantwortung spiegelt die europäischen Sorgen über die sich wandelnde US-Politik wider. Die weitere Ausrichtung des Bündnisses wird maßgeblich von den anstehenden Verhandlungen und den Zusagen zu den Verteidigungsausgaben abhängen.

AKTUALISIERUNG

Merz und Macron erkunden europäische Nukleardeterrence im Zuge von US-Politikveränderungen

Neue Details enthüllen, dass der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz die europäische Nukleardeterrence mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron während seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz diskutierte. Diese vertraulichen Gespräche zeigen proaktive Schritte von europäischen Führern, um unabhängige Verteidigungsfähigkeiten zu stärken. Die Diskussionen finden statt, während die US-Politik unter Trump Bedenken regarding NATO-Verpflichtungen aufwirft. Solche Initiativen können zukünftige transatlantische Sicherheitsstrategien beeinflussen.