25 March 2026, 20:01

Münchens neuer Oberbürgermeister Krause will Zusammenarbeit statt Konflikte mit der CSU

Detailiertes altes Stadtplan von München, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten auf einem schwarzen Hintergrund, begleitet von Textbeschriftungen.

Münchens neuer Oberbürgermeister Krause will Zusammenarbeit statt Konflikte mit der CSU

München hat nach einer knappen Stichwahl einen neuen Oberbürgermeister

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Der 35-jährige Grünen-Politiker Dieter Krause setzte sich bei der Wahl am Sonntag gegen Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) durch. Krause, der zuvor als zweiter Bürgermeister der Stadt amtierte, übernimmt nun das höchste Amt.

Sein Sieg markiert einen Wechsel an der Münchner Spitze, auch wenn die Grünen seit 2014 bereits die stärkste Fraktion im Stadtrat stellen. Anders als in der Vergangenheit, als es häufiger Konflikte gab, signalisiert Krause jedoch, dass er auf Zusammenarbeit statt auf Konfrontation setzen will. Zwar hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) noch nicht gratuliert, doch Krause geht davon aus, dass es "auf die eine oder andere Weise" bald Kontakt geben werde.

Der neue Oberbürgermeister hat klare Prioritäten gesetzt. Besonders dringend sieht er Handlungsbedarf bei queeren Rechten – er kritisiert, dass Bayern als einziges Bundesland keinen eigenen Aktionsplan vorlege. Gleichzeitig lehnt er es ab, sein Privatleben öffentlich zu machen, und argumentiert, dass Politiker nicht dazu gedrängt werden sollten, sich in sozialen Medien zu exponieren.

Die Beziehung zwischen der grün geführten Münchner Stadtregierung und Söders Landesregierung war in den vergangenen fünf Jahren gemischt. Zwar gab es in Klimaschutz- und Verkehrsprojekten pragmatische Zusammenarbeit, doch in der Wohnungs- und Migrationspolitik bleibt man uneins. Dennoch betont Krause, er werde sich nicht auf mögliche Konflikte mit dem CSU-Chef konzentrieren. Stattdessen strebt er konstruktive Verbindungen zwischen Stadt und Land an.

Krause tritt sein Amt mit einem klaren Programm an. Seine Wahl stärkt den Einfluss der Grünen in München, während seine Forderung nach einem queeren Aktionsplan die Staatsregierung unter Druck setzt. Vorerst bleibt er jedoch darauf fokussiert, mit Söder zusammenzuarbeiten – trotz ausbleibender offizieller Glückwünsche.

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