24 April 2026, 22:01

Münchner Startup revolutioniert EMV-Zertifizierung mit KI-Software für Elektronikhersteller

Seite aus einem Buch mit dem Titel "US-Patent 1,274,514 - Signal-System", die ein detailliertes Schaltbild mit beschrifteten Bauteilen wie Widerständen, Kondensatoren, Transistoren und Dioden zeigt, die durch Linien und Pfeile verbunden sind.

Münchner Startup revolutioniert EMV-Zertifizierung mit KI-Software für Elektronikhersteller

Münchner Startup nimmt teures Problem der Elektronikbranche ins Visier: Über 90 % aller neuen Produktdesigns bestehen den ersten EMC-Zertifizierungstest nicht. Denpalux GmbH – bis September 2025 noch unter dem Namen Mitai bekannt – hat eine Software entwickelt, die elektromagnetische Verträglichkeitsprobleme (EMV) bereits vor Beginn der Tests vorhersagt und behebt. Das Unternehmen will die Herangehensweise der Hersteller an Compliance grundlegend verändern – durch weniger Fehlschläge und Zeitersparnis.

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Denpalux entstand im Inkubatorprogramm von TDK, wo ein Team von Ingenieuren jahrelang an der Lösung realer EMV-Herausforderungen arbeitete. Ihre Software bündelt dieses Know-how nun in einem Tool, das potenzielle Probleme bereits in der frühen Designphase erkennt.

Die größte Hürde für das Startup bestand darin, praktisches Ingenieurswissen in ein benutzerfreundliches Softwareprodukt zu überführen. Dennoch plant das Unternehmen, innerhalb eines Jahres erste zahlende Kunden zu gewinnen. Die langfristige Vision ist noch ehrgeiziger: Innerhalb von fünf Jahren will Denpalux zur Standardlösung für die erstmalige EMV-Zertifizierung in der Branche werden.

Anders als viele Startups, die auf schnelles Wachstum setzen, sieht sich Denpalux als "Hidden Champion" – ein Unternehmen, das auf leisen Erfolg statt auf spektakuläre Expansion setzt. Im Mittelpunkt stehen Zuverlässigkeit und Präzision, nicht bloße Geschwindigkeit.

Die Software von Denpalux könnte die hohe Durchfallquote bei EMV-Tests deutlich senken, indem sie Probleme erkennt, bevor sie überhaupt das Labor erreichen. Gelingt dies, könnte das Tool die Entwicklungskosten und Verzögerungen für Elektronikhersteller spürbar reduzieren. Die ersten Kundentests sollen innerhalb der nächsten zwölf Monate starten.

Quelle