23 May 2026, 08:01

N-ERGIE erkundet geothermisches Potenzial für grüne Fernwärme in Nürnberg

Geothermisches Projekt: Spezielle Fahrzeuge untersuchen das Untergrund in Fürth und Landkreis

N-ERGIE erkundet geothermisches Potenzial für grüne Fernwärme in Nürnberg

N-ERGIE bereitet Erkundung des geothermischen Potenzials in der Metropolregion Nürnberg vor

Im Rahmen des Projekts Erdwärme Franken will der Energieversorger N-ERGIE mithilfe seismischer Untersuchungen die unterirdischen Strukturen im Großraum Nürnberg kartieren. Ziel ist es, die Nutzung erneuerbarer Energien in den lokalen Fernwärmenetzen auszubauen.

2023 erhielt N-ERGIE die Genehmigung, ein etwa 200 Quadratkilometer großes Gebiet auf geothermische Ressourcen zu untersuchen. Nun plant das Unternehmen zweidimensionale seismische Studien entlang von sechs Routen mit einer Gesamtlänge von rund 110 Kilometern. Diese verlaufen durch Nürnberg, Fürth und angrenzende Gemeinden.

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Bei den Vermessungen kommen Schallwellen zum Einsatz, um geologische Schichten in bis zu fünf Kilometern Tiefe abzubilden. Spezialfahrzeuge könnten ab Ende 2026 in Fürth, Oberasbach, Stein und Zirndorf mit den Arbeiten beginnen. Die Untersuchungen sollen voraussichtlich vier bis fünf Wochen dauern.

N-ERGIE arbeitet eng mit lokalen Behörden, Landratsämtern und Kommunen zusammen, um die Erkundungen zu koordinieren. Die gesammelten Daten könnten zudem die Wärmeplanung in den betroffenen Gebieten unterstützen.

Mit dem Projekt Erdwärme Franken will N-ERGIE den Anteil erneuerbarer Energien in der Fernwärmeversorgung erhöhen. Falls erfolgreich, könnten die seismischen Daten potenzielle geothermische Quellen identifizieren. Die Untersuchungen sind ein weiterer Schritt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen in der Region zu verringern.

Quelle