NATO warnt vor wachsender Cyberbedrohung durch China und Russland
Die NATO hat ihre Bemühungen im Bereich der Cyberverteidigung intensiviert, da die Bedrohungen durch rivalisierende Staaten immer aggressiver werden. Auf der Münchner Konferenz für Cybersicherheit beschrieb Radmila Shekerinska die aktuelle Sicherheitslage als zunehmend komplex – Gegner würden physische und digitale Angriffe immer stärker verzahnen. Sie warnte davor, dass Russland und China mittlerweile zusammenarbeiteten, um westliche Infrastruktur und militärische Systeme zu untergraben.
Shekerinska verwies auf eine Welle von Cyberangriffen im Dezember, die sich gegen die polnische Energieinfrastruktur richteten. Zwar hielten die Abwehrmaßnahmen des Landes stand, doch die Vorfälle zeigten Schwachstellen auf, die essenzielle Dienstleistungen stören könnten. Als Reaktion hat Polen zugesagt, seine Systeme zu modernisieren, die Gesetzgebung zu verschärfen und in stärkere Schutzmechanismen zu investieren – konkrete Details dieser Pläne bleiben jedoch vorerst unter Verschluss.
Russland und China bezeichnete sie als die Hauptgegner der NATO und betonte, dass beide Länder bei der Weitergabe von Dual-Use-Technologien und der Entwicklung offensiver Cyberwaffen zusammenarbeiteten. Beide Staaten, so ihre Argumentation, zielten darauf ab, westliche Gesellschaften zu destabilisieren, indem sie kritische Infrastruktur und militärische Netze angreifen. Ihre wachsende Kooperation in der Rüstungsindustrie stellt eine direkte Herausforderung für die Sicherheit des Bündnisses dar.
Um diesen Bedrohungen zu begegnen, unterstrich Shekerinska die Notwendigkeit schnellerer und besser abgestimmter Reaktionen. Das integrierte Cyberverteidigungszentrum der NATO, das militärisches, ziviles und industrielles Fachwissen bündelt, spielt dabei eine zentrale Rolle – etwa bei der Risikobewertung und der Entwicklung von Gegenmaßnahmen. Zudem forderte sie eine strategische Neuausrichtung, um die "Risikoberechnung" der Gegner zu verändern und Angriffe für diese weniger attraktiv zu machen.
Die NATO-Partner haben sich kürzlich darauf verständigt, die Gesamtausgaben für Verteidigung innerhalb eines Jahrzehnts auf 5 % der Wirtschaftsleistung zu erhöhen. Davon sollen 3,5 % in die Kernfähigkeiten der Streitkräfte fließen, während 1,5 % für indirekte Verteidigung – darunter die Cybersicherheit – vorgesehen sind. Kritiker befürchten jedoch, dass einige Verbündete lediglich bestehende Ausgaben umwidmen, statt tatsächlich neue Kapazitäten aufzubauen.
Die Cyberverteidigungsstrategie der NATO konzentriert sich nun auf Resilienz, Innovation und schnelle Reaktion. Das Bündnis will seine digitalen Schutzschilde stärken und Gegner durch geschlossene Maßnahmen unter Druck setzen. Ob diese Pläne wirksam umgesetzt werden und ob die finanziellen Zusagen tatsächlich zu spürbaren Verbesserungen führen, bleibt abzuwarten.
Russian Cyber Group APT28 Exploits New Microsoft Vulnerability
New evidence confirms ongoing Russian cyber aggression. Security researchers identified APT28 using a Microsoft Office vulnerability (CVE-2026-21509) to target government and military systems. The attack chain remained stealthy during post-exploitation phases, demonstrating advanced tactics. This aligns with NATO's warnings about escalating hybrid threats from state-backed actors.






