05 May 2026, 04:03

Neuer Chef bei Mycare: Roland Helle übernimmt nach Gründers Tod die Online-Apotheke

Ein Apotheker in weißer Schürze hält eine Flasche, während er mit einem Kunden in einer Apotheke mit Regalen voller Flaschen und Gegenständen im Hintergrund spricht.

Neuer Chef bei Mycare: Roland Helle übernimmt nach Gründers Tod die Online-Apotheke

Die Online-Apotheke Mycare hat einen neuen Besitzer – nach dem Tod ihres Gründers Christian Buse. Roland Helle, ein ehemaliger Mitarbeiter des Unternehmens, hat die Geschäftsführung übernommen. Der Wechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem verschärfte Vorschriften der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) Sorgen über steigende Kosten für Medikamentenlieferungen auslösen.

Christian Buse hatte Mycare ursprünglich gemeinsam mit seinem verstorbenen Schwiegervater aufgebaut. Nach Buses Tod stieg seine Frau, Yvonne Buse, in die Geschäftsführung ein und übernahm die Leitung der Apotheke. Zudem wurde sie Mitglied der Geschäftsführung im Bereich Homecare. Das Unternehmen firmiert unter der Robert-Koch-Apotheke, zu der auch die Galenos-Apotheke und die Kreisel-Apotheke gehören.

Roland Helle arbeitete erstmals von 2009 bis 2013 für Mycare und leitete dort die pharmazeutische Abteilung. Nach seinem Ausscheiden war er an Projekten bei Aponeo und Pro Samed beteiligt, bevor er die Führung bei Mycare übernahm. Zudem wirkte er an der Entwicklung des deutschen E-Rezept-Systems und der elektronischen Patientenakte bei der Gematik mit.

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Im Juli kehrte Helle nach Wittenberg zurück und übernahm im Dezember offiziell die Robert-Koch-Apotheke. Sein Wiedereinstieg fällt mit den neuen ApBetrO-Regelungen zusammen, die strengere Transportkontrollen, lückenlose Temperaturüberwachung und detaillierte Dokumentation für Medikamentenlieferungen vorschreiben. Helle hat bereits auf die finanzielle Belastung hingewiesen, die diese Änderungen für Apotheken mit sich bringen werden.

Mit Helle an der Spitze steht Mycare nun vor einer doppelten Herausforderung: einem Führungswechsel und verschärften regulatorischen Anforderungen. Die aktualisierten ApBetrO-Vorgaben werden die Betriebskosten erhöhen und die Abwicklung von Medikamentenlieferungen beeinflussen. Das Unternehmen bleibt jedoch unter dem Dach der Robert-Koch-Apotheke aktiv und hält sein bestehendes Netzwerk aufrecht.

Quelle