Neuer Mercedes Vito mit Facelift – mehr Technik, aber auch höhere Kosten für Handwerker
Ida LangNeuer Mercedes Vito mit Facelift – mehr Technik, aber auch höhere Kosten für Handwerker
Der neue Mercedes-Benz Vito ist mit einem frischen Facelift und aufgewerteter Technik auf den Markt gekommen. Johannes Reichel nahm seinen neuen 116 CDI 4x4 bereits Anfang 2024 in Empfang – nur zwei Monate nach der Bestellung. Zwar bringt der Transporter moderne Verbesserungen mit sich, doch einige Eigenheiten und steigende Kosten sorgen für Aufsehen.
Reichel bestellte den Vito 116 CDI 4x4 am 15. Januar 2024 und erhielt ihn bereits Mitte März. Das aktualisierte Modell überzeugt mit schärferen Tagfahrlichtern und verbesserten Scheinwerfern, die die Nachtsicht deutlich optimieren. Im Innenraum ersetzt das MBUX-Infotainmentsystem die alte Audio-40-Einheit und bietet schnellere Reaktionszeiten sowie eine bessere Sprachsteuerung.
Die Dieselmotoren hingegen bleiben weitgehend unverändert. Der 119 CDI 4x4 verbraucht zwischen 8,5 und 10,5 Liter auf 100 Kilometer, während der 116 CDI auch unter acht Liter bleibt. Diese Version ist serienmäßig auf 160 km/h abgeregelte, wobei Käufer die Begrenzung aufheben lassen können.
Die Leasingkosten sind deutlich gestiegen: Reichels neuer Vito schlägt mit 919,80 Euro monatlich zu Buche – fast doppelt so viel wie die 516,75 Euro, die er Anfang der 2020er-Jahre für das Vorgängermodell zahlte. Auch die Rückgabe des alten Fahrzeugs gestaltete sich umständlich, da Mercedes-Benz seine Autohaus- und Van-Center-Sparten nun getrennt führt, was zusätzlichen bürokratischen Aufwand mit sich bringt.
Für Ramsl, einen Elektriker, bleiben die Verarbeitungsmängel des Vito ein Ärgernis. Die Platzierung der LED-Innenraumbeleuchtung und der Schalter wirkt nach wie vor uneinheitlich. Angesichts hoher Finanzierungskosten und des Gewichts seines maßgefertigten Innenausbaus kommt für ihn ein Umstieg auf einen E-Transporter derzeit nicht infrage.
Der überarbeitete Vito punktet mit besserer Beleuchtung und modernem Infotainment, doch die Dieselmotoren bleiben vertraut. Höhere Leasingraten und kleinere Qualitätsprobleme könnten manche Käufer zögern lassen. Für Handwerker wie Ramsl bleibt der Wechsel zu elektrischen Transportern vorerst eine praktische Hürde.






