Neverland Ranch: Vom Märchenort zum düsteren Symbol von Michael Jacksons Erbe
Mila MüllerNeverland Ranch: Vom Märchenort zum düsteren Symbol von Michael Jacksons Erbe
Michael Jacksons Neverland Ranch war einst ein Symbol der Faszination und kindlicher Träume. Das weitläufige Anwesen, das Ende der 1980er-Jahre entstand, wurde fast so berühmt wie der Popstar selbst. Doch mit der Zeit erhielt der Name eine düstere Bedeutung.
Jackson stieg bereits in den 1960er-Jahren als Leadsänger der Jackson 5 zum Star auf. Jahrzehnte später erwarb er ein 1.100 Hektar großes Grundstück in der Nähe von Los Olivos, Kalifornien, und taufte es in Neverland Ranch um – inspiriert von Peter Pan, einer Hommage an die Kindheit, die er selbst nie richtig erleben durfte.
Das Anwesen füllte er mit opulenten Attraktionen: ein privates Kino, ein Tanzstudio und sogar einen Freizeitpark. Freunde und Fans beschrieben es als einen magischen Ort. Doch 1993 kamen erste Vorwürfe wegen Kindesmissbrauchs auf, die zu einer außergerichtlichen Einigung führten.
Ein Jahrzehnt später, 2003, wurde Jackson erneut unter ähnlichen Vorwürfen festgenommen. Der Prozess zog sich über zwei Jahre hin und endete 2005 mit einem Freispruch. Trotz des Urteils kehrte er nie nach Neverland zurück. 2016 wurde das Anwesen schließlich zum Verkauf angeboten, der Preis sank bis 2019 auf 31 Millionen Dollar.
Seine letzten Jahre verbrachte Jackson fern von Neverland. Am 25. Juni 2009 starb er in einem anderen Haus in Los Angeles.
Erst Jahre nach Jacksons Tod wurde die Neverland Ranch verkauft. Ihr Erbe bleibt bis heute mit den märchenhaften Anfängen und den späteren Skandalen verbunden. Heute ist das Anwesen in Privatbesitz, weit entfernt von seinem einstigen Ruhm.






