Nürnberger Flughafen startet riesiges Solarkraftwerk für grüne Energieversorgung
Greta SchulzNürnberger Flughafen startet riesiges Solarkraftwerk für grüne Energieversorgung
Flughafen Nürnberg setzt auf Nachhaltigkeit: Großes Photovoltaik-Kraftwerk geht in Betrieb
Der Flughafen Nürnberg hat im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie ein großes Solarkraftwerk in Betrieb genommen. Die Anlage, die sich über rund zehn Hektar erstreckt, soll vor allem den Strombedarf des Flughafens decken. Verantwortliche bezeichnen das Projekt als wichtigen Schritt zur Reduzierung der CO₂-Emissionen.
Das neue Solarfeld ist 1,7 Kilometer lang und 60 Meter breit und beherbergt 22.854 Solarmodule. Diese sind in Ost-West-Ausrichtung installiert, um Blendungen für Flugzeuge zu vermeiden und gleichzeitig die Stromerzeugung in den Morgen- und Abendstunden zu optimieren. Über 93 Kilometer Kabel verbinden die Anlage, die eine Spitzenleistung von 13,4 Megawatt erreicht.
Die Planung des Projekts erforderte eine enge Zusammenarbeit mit mehreren Behörden. Die Deutsche Flugsicherung, das Luftamt Nordbayern und das Umweltamt der Stadt Nürnberg waren an den Genehmigungsverfahren beteiligt. Betrieben wird das Kraftwerk nun von der Flughafen Nürnberg Energie GmbH, die den erzeugten Strom direkt in das interne Netz des Flughafens einspeist.
Laut Prognosen wird die Anlage jährlich 13,4 Gigawattstunden produzieren – genug, um mehr als 3.800 Vier-Personen-Haushalte zu versorgen. Flughafen-Geschäftsführer Michael Hupe betonte die Bedeutung des Projekts für die angestrebte CO₂-Neutralität. Weitere Maßnahmen wie Energiespeicherlösungen und eine Power-to-Heat-Anlage sollen den Verbrauch fossiler Brennstoffe für die Wärmeversorgung zusätzlich verringern.
Das Photovoltaik-Kraftwerk markiert einen bedeutenden Fortschritt auf dem Weg des Flughafens zu einem emissionsarmen Betrieb. Durch die Eigenerzeugung sauberer Energie verringert sich die Abhängigkeit von externen Stromquellen. Geplante Erweiterungen, darunter Speichertechnologien, werden die langfristigen Klimaziele weiter unterstützen.






