03 April 2026, 04:01

Nürnberger Zoo plant Tötung von Pavianen – Tierwohl in der Krise

Ein Miniaturzoomodell, bevölkert mit Menschen, umgeben von Bäumen, Häusern, Pflanzen, Gras, einem Zaun und anderen Gegenständen, mit einer Wand im Hintergrund und Text unten.

Nürnberger Zoo plant Tötung von Pavianen – Tierwohl in der Krise

Nürnberger Zoo steht wegen geplanter Tötung von Pavianen in der Kritik

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Der Nürnberger Zoo sieht sich mit scharfer Kritik konfrontiert, nachdem bekannt wurde, dass Teile seiner Gruppe von Mantelpavianen getötet werden sollen. Die Einrichtung beherbergt derzeit über 45 Tiere – fast doppelt so viele wie die vorgesehene Kapazität von 25. Die Zooleitung gibt zu, dass die Situation auf jahrelange Planungsfehler und unkontrollierten Nachwuchs zurückzuführen ist.

Die Überbelegung hat ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Tierwohls ausgelöst. Tierärzte berichten von zunehmenden Revierkämpfen, häufigen Verletzungen und chronischem Stress unter den Pavianen. Ihre soziale Struktur, warnen sie, stehe kurz vor dem Zusammenbruch.

Die Zooleitung macht für die Krise jahrzehntelanges Missmanagement verantwortlich, darunter das Fehlen von Möglichkeiten, überschüssige Tiere umzusiedeln. Zwar ist keine sofortige Tötung geplant, doch sieht der Plan vor, den Bestand auf etwa 25 Individuen zu reduzieren – möglicherweise durch Tötung unter Narkose.

Tierschutzorganisationen verurteilen das Versagen des Zoos, keine strategischen Zuchtkontrollen eingeführt oder alternative Unterbringungen gesichert zu haben. Die öffentliche Empörung wächst, Online-Petitionen und Boykottaufrufe verbreiten sich rasant. Unklar bleibt jedoch, wie viele andere deutsche Zoos mit ähnlichen Überpopulationproblemen bei Mantelpavianen zu kämpfen haben.

Der Zoo betont, die Tötungen seien nur das letzte Mittel, doch Verzögerungen verschärften die Risiken für das Wohl der Tiere. Da keine schnellen Lösungen in Sicht sind, wirft der Streit grundsätzliche Fragen zur Zooverwaltung auf. Die endgültige Entscheidung über Maßnahmen zur Bestandsregulierung steht noch aus.

Quelle