Oberasbach erhöht Grundsteuer B drastisch – Haushalt nur so zu retten
Greta SchulzOberasbach erhöht Grundsteuer B drastisch – Haushalt nur so zu retten
Oberasbach erhöht Grundsteuer B auf 690 Punkte – Notmaßnahme zur Haushaltssanierung
Die Stadt Oberasbach hat als Teil eines finanziellen Konsolidierungsplans den Hebesatz der Grundsteuer B auf 690 Punkte angehoben. Der Schritt erfolgte, nachdem die Kommune keine Landeshilfen erhalten hatte und Mühe hatte, den Haushalt für 2026 auszugleichen. Wie die Verwaltung warnt, hätten weitere Verzögerungen wichtige Bauvorhaben gefährdet und die finanzielle Schieflage der Stadt verschärft.
Die Haushaltsberatungen begannen bereits im Dezember 2025, doch zähe und kontroverse Diskussionen zogen sich bis ins frühe Jahr 2026 hin. Über 20 Beobachter, darunter neu gewählte Stadträte, verfolgten die Debatten aufmerksam. Erst Ende Februar lag ein Entwurf vor, die endgültigen Kürzungen wurden jedoch erst Mitte März beschlossen.
Der Stadtrat stimmte der Steuererhöhung zu, um ein anhaltendes Loch im Verwaltungshaushalt zu schließen. Ohne finanzielle Unterstützung aus München blieb der Stadt nichts anderes übrig, als auf schrumpfende Rücklagen und Investitionskredite zurückzugreifen. Der neue Hebesatz von 690 Punkten gilt für alle bebauten und bebaubaren Grundstücke, während landwirtschaftliche Flächen und Wälder weiterhin befreit bleiben.
Die Verantwortlichen betonten, dass eine weitere Verschiebung der Entscheidung schwerwiegende Folgen gehabt hätte: Bauprojekte wären ins Stocken geraten, und die Finanzierung dringend notwendiger Vorhaben wäre in Gefahr gewesen. Mit der Erhöhung soll nun die Haushaltslage stabilisiert werden, ohne dass die geplanten Infrastrukturmaßnahmen auf der Strecke bleiben.
Die höhere Grundsteuer B tritt 2026 in Kraft und belastet damit direkt Eigentümer von Wohnimmobilien und Gewerbebetriebe mit bebauten Grundstücken. Oberasbachs Haushalt ist damit vor dem akuten Kollaps bewahrt, doch in den kommenden Jahren muss die Stadt mit deutlich engeren finanziellen Spielräumen wirtschaften. Zum Vergleich: Die Nachbargemeinde Puschendorf senkte ihren Hebesatz dagegen auf 350 Punkte – deutlich unter den Empfehlungen des Freistaats.






